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14. Juli 2007

Videoportal ShowStash von MPAA verklagt

Die Macher des Videoportals ShowStash folgen jetzt dem traurigen Beispiel ihrer Konkurrenten PeekVid.com und YouTVpc.com. Die MPAA hat gestern auch diese Indexseite für TV-Sendungen, Cartoons, Animes und Filme verklagt. Zwar liegen keinerlei verdächtigen Inhalte auf den Servern der Webseite selbst vor. Der MPAA scheint dieser Service trotzdem ein Dorn im Auge zu sein. ShowStash leitet seine User lediglich auf die direkten Links der Videohoster weiter.

John Malcolm, Geschäftsführer der MPAA sieht dieses Portal als Paradies für Urheberrechtsverletzungen an. Man verbreite dort rechtlich geschützten Content, der auf illegale Weise reproduziert und mit Hilfe der Seite verstreut worden wäre. Die MPAA will solche Unternehmen, die sich mit dem Diebstahl von Kinofilmen beschäftigen, den Garaus machen. Der Organisation der führenden amerikanischen Filmstudios ist es offensichtlich nicht aufgefallen, dass sich auf den Servern der ihnen Beklagten keinerlei illegalen Inhalte befinden. Die Mitschnitte der Simpsons, Rugrats, Transformers, Bugs Bunny, Earth Worm Jim und anderer Sendungen befinden sich auf den Festplatten der Video Sharing-Dienste wie Google Video, YouTube, Myspace, Guba.com, Ouou.com und vielen anderen. Viele der angebotenen Sendungen sind indes älteren Datums und nur in schlechter Qualität verfügbar. Mit der Aktualität und Qualität des eDonkey- oder BitTorrent-Netzwerkes kann dieser Dienst nicht im Ansatz mithalten. Dazu kommt die Tatsache, dass man einen solchen Stream oder die Flash Animation nicht ohne entsprechenden Aufwand und den Einsatz zusätzlicher Software auf eine CD brennen, in die Tasche stecken und seinem besten Freund mitbringen kann.

ShowStash, Index, Portal, eDonkey, BitTorrent, Kopien, Bootlegs, MPAA, Flash Animation, Stream, Google Video, YouTube, Myspace, Guba.com, Ouou.com, Simpsons, Rugrats, Transformers, Bugs Bunny, Earth Worm JimFür die Motion Picture Association of America scheint all dies nicht zu zählen. Erneut rechnet man in seiner Pressemitteilung den Journalisten vor, vor zwei Jahren 18,2 Milliarden Dollar Verlust durch die illegalen Kopien im Netz und die illegal verkauften Kopien auf der Straße gemacht zu haben. Konkrete Auswirkungen haben die Klagen bislang nicht. Keine einzige der schriftlich heimgesuchten Portale hat sein Angebot vom Netz genommen. Die weitere Entwicklung ist in dieser Angelegenheit aber noch abzuwarten. Schicken die Betreiber die beigelegten Verzichtserklärungen nicht binnen der festgelegten Frist zurück, werden die Vorwürfe sicher bald vor Gericht ausgehandelt.

  • Ich kann mir immer nur wieder an den Kopf fassen. Die Behörden haben vor ein paar Jahren das Internet entdeckt und natürlich muss solch eine Geldquelle ausgeschöpft und kontrolliert werden. Errinert mich an Wasserpfeifentabak. Vor einigen Jahren hats kein Schwein interessiert wo der herkommt, dessen Inhaltstoffe und wer und wo der verkauft wird, aber nun kriegste den nur noch mit Siegel und als minderer Qualität, achja und die Preise .

  • Man könnte ganz einfach behaupten, dass den Leuten alles aus den Fingern gleitet. In einem letzten Anfall von Todesmut wird alles um einen herum verklagt. Sauber.

    Johnnsen am 15.07.2007 17:59
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