|
02. September 2005
Verschlüsseltes Peer2Peer sabotiert Bandbreiten - ManagementStudie: in fünf Jahren 1000 mal mehr P2P-Traffic Gewaltige Zahlen legt eine finnische Studie vor: Filesharingtraffic zeichne heute bereits für 70% des gesamten Internet-Trafficvolumen verantwortlich, solle jedoch in den kommenden 5 Jahren nochmals um den Faktor 1000 zunehmen. Der Grund: verschlüsseltes Filesharing und verschlüsseltes Voice Over IP. Es gäbe gerade genug legaler und beliebter Anwendungen für P2P - Technik im Netz, die Nutzer seien bereit, ihren Traffic zu bezahlen. Die Provider sieht er entsprechend in der Pflicht, den Usern auch die Bandbreite für die Dienste zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen. Problematisch wird dabei jedoch, wie man beispielsweise bestimmten Usern garantierte Bandbreiten zur Verfügung stellen kann: P2P - Netze haben es an sich, je nach Bandbreite des Netzes zu skalieren. Ein reines Erhöhen des Datendurchsatzes führt damit nicht unbedingt zu besseren Darenraten bestimmter User, sondern möglicherweise nur zu mehr Filesharingtraffic. Nun bietet Staselog "zufällig" auch Lösungen zum Bandbreitenmanagement an: man ist entsprechend versucht zu denken, dass sich hier ein Unternehmen den Bedarf an den eigenen Produkten herbeireden will. Allein, Niittylahtis Thesen haben durchaus Hand und Fuß. Der aktuelle Trend zu VoIP ist kaum zu ignorieren, und angesichts der Abhörwünsche der Regierungen kann davon ausgegangen werden, dass in Zukunft fleißiger verschlüsselt wird. Auch im Bereich Filesharing geht der Trend - wenngleich auch langsam - zur Anonymisierung, auch wenn diese in erhöhtem Trafficaufkommen und langsameren Verbindungen resultiert. Die entsprechenden Dienste wie beispielsweise TOR oder JAP vermehren das Trafficaufkommen im Netz natürlich, statt direkt zwischen Server und Client wird der Traffic über mehrere zwischengeschaltete Rechner geroutet. Verwandte News
Trackbacks
|