Zu diesem Zweck wurden Verhaltensweisen von Mördern und Vergewaltigern genau analysiert. Experten der städtischen Polizei erstellen auf Basis dieser Daten Profile, die auf Muster kriminellen Verhaltens schließen lassen. Darüber hinaus werden Daten potentieller Täter gesammelt: Informationen ehemaliger Partner, Informationen von Psychiatern und Psychologen und vergangene Beschwerden werden zusammengetragen und mit den Profilen echter Täter verglichen, um die Personen zu identifizieren, für die es am wahrscheinlichsten gilt, dass sie schwere Verbrechen begehen.
"Wir versuchen, [den Mörder] Ian Huntley zu erwischen, bevor er rausgeht und einen Mord begeht. Dann haben wir die Möglichkeit, etwas zu stoppen, was zu einem tödlichen Ereignis werden könnte."
Dies die Vision der Kriminalpsychologin Laura Richards vom Profiling-Projekt der Londoner Polizei.
Wie immer äußern Datenschützer große Bedenken angesichts der geplanten Datenbank. Die massive Überwachung von Menschen anläßlich einer hypothetischen Tat, an die sie möglicherweise nicht einmal selbst denken, sei höchst fragwürdig. Man sei in die Überwachungsgesellschaft "schlafgewandelt", so der britische Informationsbeauftragte Richard Thomas.
Das erste Mal, dass die britischen Überwachungsstrukturen zu Bedenken führen, ist die Kritik an der kommenden Pre-Crime-Abteilung nicht. Insofern liegt Thomas falsch: in die Überwachungsgesellschaft ist man sehenden Auges hineingelaufen. Und nun lebt man mittendrin.
| 21 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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am 28.11.2006 00:45:25: |
Schnally am 28.11.2006 11:15:33: |
NeumenizA am 28.11.2006 22:29:14: |