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29. Juni 2008

Usenet Erlebt in den USA einen Aufschwung

Das Usenet gilt als die ursprüngliche Brutstätte der Internet-Piraterie und ist auch nach wie vor ein beliebter Knotenpunkt. Der New-Yorker Staatsanwalt Andrew Cuomo konnte die Internetanbieter Verizon, Time Warner Cable und Spirit auf seine Seite ziehen und dadurch eine Sperrung des Zugriffs auf Usenetmaterial mit kinderpornografischem Inhalt bewirken. Doch das Medium ist weit von einem Ende entfernt. Ganz im Gegenteil: Es erlebt in den USA einen starken Aufschwung und gewinnt dort immer mehr User für sich.

Kommerzielle Usenet-Provider haben vergünstigte Konditionen für die Nutzer von Time Warner und andere Anbietern angeboten. Besonders das Unternehmen "Giganews" konnte sich über eine positive Resonanz erfreuen. Den Angaben der Filesharing-Seite Slyck.com zufolge haben in den USA bislang mindestens fünf Usenet-Anbieter Preisermäßigungen angeboten.

Nicht nur wegen den vergünstigten Konditionen, sondern auch wegen den Verfolgungen der Peer-To-Peer User wird das Usenet zunehmend interessant. Nichtsdestotrotz gibt es einige technische Einschränkungen hinsichtlich der kostenlosen Nutzungsfreiheit. Wer den Downloadbeschränkungen entgehen und ein unbeschränktes Paket mit bis zu 20 Downloads haben möchte, muss sich an die kommerziellen Usenet-Anbieter wenden.

Das Resultat kann sich sehen lassen, mehr Geschwindigkeit und ein reichhaltigeres Angebot sind nur zwei Vorzüge von vielen.

Neben den üblichen Dateien gibt es im Usenet jedoch auch kinderpornografische Inhalte. Das Team von Andrew Cuoma hat herausgefunden, dass aktuell rund 11.000 Bilder in 88 Newsgroups kursieren. Eine alarmierende Zahl, bei der Giganet sofort den Zugriff darauf sperrte. Neben diesen Inhalten gibt es auch ein besonders umfassendes Angebot in Sachen Musik. Aus 72 Newsgroups wurden über 81.000 Titel entfernt. Eine vergleichsweise geringe Anzahl, wenn man bedenkt, dass es insgesamt über 70.900.000 Einträge gibt. Es ist zu erwarten, dass künftig busenet, binaries, files, mp3, videoesonders die Rechteinhaber einen präzisen Blick auf die Machenschaften im Usenet werfen werden. Denn das Usenet scheint nicht zu sterben, sondern sich zu professionalisieren.

(via p2p-blog, thx)

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