Das Pentagon ist der Ansicht, dass die USA nicht ausreichend auf Angriffe gegen Rechnersysteme und kritische Infrastrukturen vorbereitet sind. Angesichts früherer Datenpannen, beunruhigender Audit-Ergebnisse und der ständigen Angriffe gegen Regierungssysteme spricht einiges für diese Einschätzung. Die konsequente Umsetzung der Pläne wird allerdings - wie so oft - durch Kompetenzgerangel behindert. Der "technische Geheimdienst" National Security Agency (NSA) und das Department of Homeland Security (DHS) sind beide mehr als interessiert am Übernehmen dieser Aufgabe, die sowohl Geld als auch Prestige bringt.
Kurz vor der Veröffentlichung eines Berichts zur Internet-Sicherheit in den USA kommen mehrere Stellen unabhängig voneinander zu ernüchternden Ansichten über die Bereitschaft der USA, sich gegen Cyber-Angriffe (sei es im Krieg oder durch Kriminelle) zu verteidigen. Der Nationale Forschungsrat (National Research Council) stellte zudem fest, "dass die Pläne der Regierung, wann und wie ein Internet-Krieg zu führen sei, noch unausgereift seien. Es fehle auch eine Kontrollinstanz, zudem sei eine größere öffentliche Debatte nötig."
Offenbar besteht also nicht nur in einer Hinsicht noch Klärungsbedarf, bevor die USA sich dem Ziel einer besseren Cyber-Verteidigung wirklich widmen kann. Wie sich diese Problematik weiter entwickeln wird, wird sich wohl im Laufe der nächsten Monate herausstellen. (Annika Kremer)
(via Spiegel Online, thx!)
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ElcurionExodus am 06.05.2009 15:00:39: |
KidZler am 06.05.2009 22:21:59: |
Shodan_v2-3 am 06.05.2009 22:57:07: |