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17. Juni 2008
USA Verlorene E-Mails kein ProblemAufgrund diverser "versehentlich gelöschter" und "verloren gegangener" E-Mails mit scheinbar höchst interessantem Inhalt fand nun ein Prozess gegen die oberste Macht in den USA statt. Geführt wurde er unter anderem vom "National Security Archive". Das Urteil wiederum gleicht einem Freibrief für alle Taten der Regierung. Justizia findet bekanntlich immer einen Weg aus der Misere. So diesmal wieder erlebt, vor der amerikanischen Gerichtsbarkeit. Auf der einen Seite die Kläger, das "National Security Archives", auf der anderen Seite die Beklagten, das Weiße Haus. Den Vorsitz führte die US-Bezirks-Richterin Colleen Kollar-Kotelly, welche vielen insbesondere für ihre glorreiche Urteilsfindung im Rechtsstreit gegen die Monopolstellung von Microsoft in Erinnerung geblieben ist.Diesmal jedoch ging es um die höchste Macht im Lande. Nein, nicht wieder Microsoft, sondern das Weiße Haus. Konkreter das "White House Office of Administration". Diese hatten über Wochen die Anfragen des National Security Archives ignoriert, als diese nach den E-Mails aus den Jahren 2003 bis 2005 fragten. Diese hätte man nämlich speichern und einlagern sollen. Da dies nicht erfolgte, und der Aufforderung ebenfalls nicht Folge geleistet wurde, versuchte man sich beim Weißen Haus aus der Affäre zu reden. Die E-Mails seien versehentlich gelöscht worden. Wiederherstellen für die IT-Spezialisten der Chefetage ein unmögliches Unterfangen, so die Antwort an das Archiv. Diese wollten sich damit nicht abspeisen lassen, da man deren Aufgabe, die Kommunikation der Führungsetage zu speichern, scheinbar sehr ernst nimmt. Es wurde Klage eingereicht, man wollte solche "versehentliche Löschungen" bzw. "unmögliche Wiederherstellungen" verhindern. Des Weiteren sollten die Verantwortlichen für diesen Fehltritt belangt werden. (via the_inquirer & ars_technica thx!) Trackbacks
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