gullinews am Dienstag, 01.04.2008 14:27 Uhr
Die Studie von James Kinniburgh und Dororthy Denning schlägt vor, dass sich das U.S. Militär Blogs bedienen soll, um sich im informationellen Krieg eine Vormachtstellung zu sichern. Bestimmte Teile der Bevölkerung könnte man durch reichweitenstarke Blogs erreichen. So soll das Militär in den jeweiligen Ländern bekannte Blogger heimlich rekrutieren. In ihren Blogs sollen sie dann subtile, politische Manipulation betreiben. Die Autoren der Studie bezeichnen die Blog-Methode als "Open-Source Konfrontationsstrategie", die Teil von Kriegshandlungen im virtuellen Raum ist.
Auch das Hacken und Manipulieren anderer Weblogs wird in der Studie vorgeschlagen. So sollen subtile Verschiebungen und Veränderung von Inhalten und Meinungen mit dem Zweck vorgenommen werden, die Glaubwürdigkeit des Autors zu schwächen und das Verhältnis zwischen Blogger und seinen Lesern zu stören. Hierzu würde es in vielen Fällen meist schon genügen, wenige Inhalte zu verändern, beispielsweise einige Sätze oder Wörter, um eine Sinnverschiebung zu erhalten. Auch schlagen sie vor, populäre Blogger zu bestechen. So könnte man die Zensur in bestimmten Ländern umgehen und dennoch Informationen und Meinungen verbreiten. Als besondere Argumentation behaupten die Autoren der Studie, dass Gegner der USA keine Probleme damit hätten, sich solcher Strategien zu bedienen.
Ein Sprecher des U.S. Militärs sagte, dass die Studie nicht die offizielle Meinung des amerikanischen Militärs widerspiegelt. Es handelt sich bei dem Report lediglich um eine akademische Studie, auch wenn sie mit interessanten Denkansätzen aufwarten kann.
| 11 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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wtfbbq am 01.04.2008 19:36:27: |
k4mp4 am 02.04.2008 16:33:15: |
ghostuser am 02.04.2008 16:47:23: |