USA: Radarfalle durch GPS-Sender widerlegt

gullinews am Samstag, 19.07.2008 16:41 Uhr

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Die Eltern von Shaun Malone wollten die totale Kontrolle über das Fahrverhalten ihres Sohnes, weshalb sie einen GPS-Sender der Rocky Mountains Tracking Incorporate in ihrem Fahrzeug verbauten, welches alle 30 Sekunden Standort und Geschwindigkeit übermittelt. Nachdem der Junge geblitzt wurde, stellten die Eltern fest, dass die Daten der Polizeimessung nicht mit denen des GPS-Sender übereinstimmten.

Der Prozess, welcher daraufhin durchgeführt wurde, könnte weit reichende Folgen haben, da er eindeutig die Ergebnisse der Radarfalle widerlegt. Shaun Malone war in einer 45 mph-Zone mit angeblichen 62 mph gefahren und sollte hierfür ein Bußgeld von 190 US-Dollar zahlen.

Nachdem die Eltern die Geschwindigkeit mit den Daten des GPS-Senders abgeglichen hatten, legten sie Widerspruch ein. Die übermittelten Werte zum Zeitpunkt der angeblichen Geschwindigkeitsüberschreitung lagen nämlich bei exakt 45 mph. Daraufhin folgte ein Prozess, in welchem ein Gutachter die Unfehlbarkeit der Radarfalle bestätigte. Die Tatsache, dass das GPS-Gerät alle 30 Sekunden ebenfalls exakte Werte übermittelte, interessierte den Richter jedoch nicht im geringsten, weshalb er Shaun für schuldig befand.

Die Malones waren mit dieser Entscheidung verständlicherweise nicht einverstanden, weshalb sie dem Urteil widersprachen und vor das Sonoma County Superior Court zogen. Der Gutachter der Radarfalle wurde daraufhin beauftragt, den GPS-Sender sowie die festgestellten Daten zu prüfen. Er attestierte der Rocky Mountains Tracking Incorporate, dass deren Sender einwandfreie Daten lieferte. Infolge dessen korrigierte der Gutachter seine Aussage in der zweiten Verhandlung und bezeichnete den GPS-Sender sowie die übermittelten Daten als "mit einer Abweichung von wenigen Metern und einem mph" exakt.

Shaun Malon wurde freigesprochen, seine Geldstrafe annulliert. Der Präsident von Rocky Mountain Tracking, Brad Borst, äußerte sich gegenüber der Presse, dass der Fall "nationale Aufmerksamkeit" genossen habe und eine "neue Richtlinie setzen werde, wie die Polizei ihre Radarfallen anwenden muss, in Anbetracht einer steigenden Zahl an genutzten GPS-Sendern." Bei aller Freude über die Widerlegung einer Radarfalle darf man jedoch eines nicht vergessen. Viele Amerikaner werden sich jetzt selbst der Überwachung preisgeben, wenn sie sich einen solchen GPS-Sender zulegen. (Firebird77)

(via arstechnica, thx!)

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27 Reaktionen aus dem gulli:Board

Project_2501 am 20.07.2008 16:04:22:
OK, Pfund war jetzt ein schlechtes Beispiel... Nehmen wir noch einen halben Liter Bier und ein 16 ounces Cola (16-ounces Cola KENNT JEDER) für den Hund....

Naru am 20.07.2008 18:37:13:
OK, Pfund war jetzt ein schlechtes Beispiel... Nehmen wir noch einen halben Liter Bier und ein 16 ounces Cola (16-ounces Cola KENNT JEDER) für den Hund. ???? was für ne cola?...

Project_2501 am 20.07.2008 18:41:14:
Ist einfach ein halber Liter Cola (ein großes Glas Cola), wer das noch nie bestellt hat, der möge sich bitte melden....

 

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