USA: Iranischer Netzaktivist mit Steinen beworfen

USA: Iranischer Netzaktivist mit Steinen beworfen

gullinews am Samstag, 20.06.2009 14:21 Uhr

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Der Konflikt im Iran greift auch auf andere Staaten über. In Ohio wurde ein Netzaktivist von Unbekannten mit Steinen beworfen, weil er Vertretern der iranischen Opposition Proxys zur Verfügung stellt. Auch wenn sie dort gesperrt sind, Dienste wie Facebook und YouTube erhoffen sich zahlreiche Besucher, weswegen sie momentan zusätzliche Dienste für die Oppositionellen bereitstellen. Die iranische Regierung hat schon im Frühjahr dieses Jahres vorgesorgt und ein technisches Überwachungszentrum erworben.

Der User ProtesterHelp, der auch bei Twitter mit seinen Einträgen für viel Furore sorgte, wurde kürzlich angegriffen. Eine Gruppe von Libanesen oder Iranern fuhr mit dem Auto an ihm vorbei. Sie warfen Steine auf ihn und riefen "Mousavi Betrug". Die Angreifer waren wie auch immer seiner Identität habhaft geworden und wollten ihn offensichtlich einschüchtern. Der Mann hatte zahlreichen Menschen dabei geholfen offen und ohne jede Zensur über die Entwicklung im Iran zu berichten.

Eine Krise als Geldquelle?

Seit vorgestern Nacht bietet sowohl Facebook als auch Google einen Übersetzungsservice für die persische Sprache an. Dies soll es allen Interessenten leichter machen an Aussagen aus dem Krisengebiet zu kommen. Google strich dabei wie üblich ihre Forderung nach einem unbegrenzten Zugang zu allen Informationen heraus. Mir Hossein Mousavi soll daraufhin diesen Service für seine GhalamNews in Anspruch genommen haben. YouTube erlaubt jetzt entgegen dem üblichen Vorgehen eine Ausstrahlung von Videos, die Gewalttaten beinhalten. Die Mitschnitte dürfen inklusive der übersetzten Bildunterschriften angezeigt werden.

Überwachung, Zensur & Verwarnungen

Das iranische Regime hat schon im April dieses Jahres aufgerüstet. Ihnen stehen die technischen Mittel zur Verfügung, um die Aktivisten des eigenen Landes ausfindig zu machen, die Neuigkeiten per Handy, Twitter, Blog oder andere Soziale Netzwerke publizieren. Vertreter der EFF warnten bereits vor möglichen Gefahren. Da sich der Aufbau des dortigen Netzes sehr simpel gestaltet, sind entsprechende Filtermaßnahmen dementsprechend einfach zu realisieren. Wessen Kommunikation nicht stark verschlüsselt ist, begibt sich demnach schnell in Gefahr. Das technische Überwachungszentrum wurde bereits im Frühjahr von einem finnisch-deutschen Firmenkonsortium erworben. Unternehmen wie Nokia und Siemens sollen daran beteiligt sein. Die dortigen Demonstranten hoffen, dass eine effektive Überwachung bei der Vielzahl der SMS und Tweets unmöglich sei. Zahlreiche politisch Aktive haben das Netzwerk Tor als Gegenmaßnahme entdeckt und baten per Twitter Personen außerhalb des Landes ihre Zeitzone auf die des Iran zu stellen, um allen Zensoren das Leben schwer zu machen. Ob die Masse an Informationen und die Täuschungsmanöver auf Dauer gegen die Verfolgung helfen können? Zwischenzeitlich wurden die Betreiber von Webseiten mit kritischen Inhalten verwarnt. Ihnen würden empfindliche Strafen drohen, sollten sie weiter Informationen verbreiten, die einen Angriff auf den eigenen Staat darstellen. Nicht zuletzt wegen der Überwachung, der Zensurmaßnahmen und der Strafandrohungen der iranischen Regierung sind die Aktivitäten von Personen wie ProtesterHelp so wichtig. Passiert ist ihm glücklicherweise nichts. Es bleibt allerdings unklar, wie man seine Identität ausfindig machen konnte. (Ghandy)

(via Washington Times, Slashdot & WIRED, thx!)

(Bild via TehranLive.org, thx!)

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8 Reaktionen aus dem gulli:Board

am 20.06.2009 17:42:57:
Das ist ja wie ein Blick in die Zukunft Deutschlands...

6b616e am 20.06.2009 19:26:29:
würde ein Gutmensch jetzt sagen. Was hat denn das Thema mit dem Islam zu tun? Genausowenig wie Bush's Feldzug etwas mit dem Christentum zu tun gehabt hat!...

Meller31 am 21.06.2009 12:54:00:
Schaut euch das Luder an, die ist ja sowas von geil!!! Mit der würd ich gern mal fi****!!!:D http://kleines-versautes-luder.movie.lc...

 

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