Für diese Art der Kontrollen verwendet wird die sogenannte "US PASSport (People, Access Security Service) card", die seit einigen Jahren als Alternative zum vollwertigen Reisepass ausgegeben wird und dazu benutzt werden kann, die US-Grenzen per Schiff oder auf dem Landweg (aber nicht mit dem Flugzeug) zu überqueren. Angeblich soll das Auslesen der Pässe auf eine Distanz von 20-30 Fuß, das sind etwa 7-10 Meter, funktionieren. Sicherheitsbedenken hat das verantwortliche Department of Homeland Security (DHS) keine, da der RFID-Chip auf den Karten nur eine "Kennnummer" enthält, aber keine persönlichen Daten. Man geht beim DHS davon aus, dass Kriminelle "keine Daten zur Verfügung hätten, mit denen sie die mitgelesenen Nummern abgleichen können".
Das System soll folgendermaßen funktionieren: Ein Fahrzeug nähert sich dem Grenzposten. Sofort werden die Nummern der Pässe der Fahrzeuginsassen ausgelesen und deren Bilder und persönliche Daten aus einer Datenbank aufgerufen. Anschließend führt der zuständige Grenzbeamte eine Gesichtskontrolle durch. Eventuell käme auch ein Abgleich mit Fahndungslisten gesuchter Terroristen oder sonstiger Schwerkrimineller in Frage.
In den USA gibt es derzeit verschiedene, untereinander nicht kompatible Ausweissysteme. Neben der "PASSport card" und dem "vollwertigen" Reisepass, der auch zur Teilnahme am Luftverkehr benutzt werden kann, gibt es seit einiger Zeit die sogenannte "Enhanced Driver's License", die von zunehmend mehr Bundesstaaten ausgegeben wird und mithilfe der Speicherung biometrischer Daten auf dem Chip funktioniert. Von diesem Konzept ist man nun mit der "PASSport card" und "Vicinity RFID" offenbar wieder abgerückt, was Kritiker dazu bringt, mangelnde Koordination und ein schlecht durchdachtes Konzept bei der Planung der Ausweissysteme zu bemängeln. (Annika Kremer)
(via The Register, thx)
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SQU4D am 25.11.2008 10:55:24: |
StayIrie am 25.11.2008 11:07:18: |
Cmdr_Michael am 25.11.2008 11:14:43: |