gulli: USA: CD-Verkäufe sind nicht alles

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02. Januar 2009

USA CD-Verkäufe sind nicht alles

Dass die Zeit der Rundum-Sorglos-Pakete schon seit langem vorbei ist, weiß man nicht erst seit der Finanzkrise. Dennoch haben die großen Labels jahrelang an einer Strategie festgehalten, die nun zum 7. Mal in den vergangenen acht Jahren dazu beigetragen hat, dass die CD-Verkäufe massiv eingebrochen sind. Man scheint jedoch langsam zu erfassen, dass man mit der Zeit gehen muss.

In einem Gespräch mit der New York Times betont man, dass man durchaus auch auf andere Einnahmen zurückgreifen könnte, sollte der CD-Markt weiterhin einbrechen. Die Abhängigkeit von diesem ist also nicht mehr gegeben?

Dies wohl eher nicht, aber vermeintliche Optionen werden ausgeschöpft. Im konkreten Falle spricht man von "360-Grad Verträgen". Die ersten dieser Verträge existieren erst seit etwa einem Jahr und gewähren den Plattenlabels zusätzliche Einnahmen durch die Live-Tour ihres Künstlers. Somit möchte man die Bindung an CD-Verkäufe verringern. Der Executive Vice-President von Universals Digital Division, Rio Caraeff, hielt fest, dass auch zahlreiche weitere Varianten inzwischen ein großes Stück vom Kuchen ausmachen. Als Beispiel führte er Streams von Musikvideos an. Dass durch diese keine Cent-Beträge mehr eingenommen werden, fand Avril Lavignes Manager bereits vor einiger Zeit heraus. Natürlich könne dies bislang nicht mit den Einnahmen durch CDs konkurrieren, die Welt entwickelt sich jedoch weiter, wie auch Caraeff festhält: "Wir zielen nicht länger auf eine Vielzahl von verkauften Alben oder den Verkauf von irgend einem Produkt ab Universal Music[...]. Wir betrachten die Gesamteinnahmen aus einem Dutzend Einnahmequellen die hinter einem Künstler oder Projekt stecken, was digitale Verkäufe, das physische Geschäft, mobile Verkäufe sowie Lizenzeinnahmen umfasst."

Ein interessanter Anflug den man hier bei Universal predigt, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass man dem Filesharing lange Zeit die absolute Schuld an der Lage gab. Wenn Plattenverkäufe jetzt nicht mehr wichtig sind, sollte man vielleicht auch aufhören über die enormen Verluste zu klagen, an welchem zum Großteil nur die Filesharer schuld sein sollen. Warten wir es ab. (Firebird77)

(via zeropaid, thx!)

(Bild via musexfinland.fi, thx!)

  • Meiner Meinung nach werden die bösen Filesharer IMMER an irgend welchen Einbußen schuld sein -.-.

    Tjommel am 02.01.2009 16:20
  • Sind sie/wir auch, das kann man nicht bestreiten. Allerdings nicht für die Milliarden, die gerne mal irgendwo angegeben werden.

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