USA CD Verkäufe rückläufig - Online Verkäufe stark gestiegen
Die Musikindustrie beklagt in regelmäßigen Abständen die unglaublichen Umsatzeinbußen beim Verkauf von CDs. Schuld daran sind - wie immer - die bösen Raubkopierer. Eine aktuelle Statistik aus den USA zeichnet ein interessantes Bild des Musikmarktes.
Die Zahl der CD-Verkäufe ist im ersten Halbjahr 2008 um satte 16,3 Prozent eingebrochen, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Die Verkäufe lagen somit bei 172,2 Millionen CDs.
Im Prinzip ist es nur eine Frage der Zeit, bis Verbände von Rechteinhabern wieder loslegen, um die Schuld hierfür bei den vermeintlichen Raubkopierern zu suchen. Weitere Details werden dabei in der Regel aber nicht erwähnt, um nicht zu sagen verschwiegen. So konnte das digitale Geschäft ein Plus von rund 30 Prozent verzeichnen. Digitale Alben fanden einen Absatz von 31,6 Millionen Stück, digitale Tracks sogar 532,7 Millionen. Somit war ein Plus von 34,4 beziehungsweise 30 Prozent zu verzeichnen. Ein massiver Anstieg, der einmal mehr verdeutlicht, welch unglaubliches Potenzial eigentlich im digitalen Vertriebsweg steckt. Trotz all dieser Verkäufe kann wohl nichts den Einnahmen durch Tourneen das Wasser reichen. Die Liste, welche von Nielsen SoundScan erstellt wurde, zeigt eine Führung bei Konzerteinnahmen durch Bon Jovi, Bruce Springsteen und weiteren Interpreten. Die Konzertveranstalter hatten durch diese Live-Auftritte Einnahmen von rund 1,05 Milliarden US-Dollar. Dieser Wert blieb identisch mit dem ersten Halbjahr 2007. (Firebird77)