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17. August 2008
USA Aus für den Musikdienst Pandora?Einer der wohl populärsten Webradio-Dienste der USA scheint seinem Ende nahe zu sein, nachdem dessen Gründer erklärt hatte, man müsse sich bald entscheiden, ob man den Stecker zieht oder nicht. Ursache für den drohenden Untergang seien immense Urheberrechtsabgaben. "Wir steuern gegenwärtig auf die Entscheidung zu, ob wir den Stecker ziehen sollen", so Tim Westergren, der Gründer von Pandora. Mit einem äußerst simplen Vergleich versucht er zu verdeutlichen, wie kritisch es um den Dienst steht. Bei dieser enormen Verbreitung beginnt auch die Problematik, bei der es wie immer nur um eines geht: Geld. Die Urheberrechtsabgaben für Webradios in den USA wurden drastisch erhöht, was Pandora jetzt möglicherweise den Todesstoß versetzen wird. Während man 2006 noch mit 0,08 US-Cent pro gespielten Track und Hörer auskam, wurde beschlossen, diesen Wert bis 2010 auf 0,19 US-Cent pro Track und Hörer anzuheben. Im Vergleich dazu stehen beispielsweise Satellitenradios, welche lediglich 6 bis 7 Prozent der jährlichen Einnahmen abführen müssen, während Pandora für jeden Hörer und Track bezahlen muss. Laut einer statistischen Analyse durch Arbitron wird das amerikanische Satellitenradio "XM Satellite Radio" ab 2010 1,6 US-Cent pro Stunde und Hörer zahlen müssen. Webradios wie Pandora hingegen 2,91 US-Cent, was beinahe dem Doppelten entspricht. Im ersten Moment mag dies gering erscheinen, doch Tim Westergren erklärt, mit welchem Betrag man dieses Jahr rechnet. So würden die Einnahmen von Pandora bei 25 Millionen US-Dollar in diesem Jahr liegen. Laut seiner Kalkulation würden davon rund 17 Millionen an die Rechteinhaber gehen. Natürlich bleibt noch ein nicht zu verachtender 7-stelliger Betrag für Pandora übrig. Die Tatsache, dass die Urheber 68 Prozent der Einnahmen erhalten, sollte dennoch bedenklich stimmen. Scheinbar wird man einfach nicht satt und sucht nun bei den Webradios die nächste Weide zum Grasen, nachdem man ja bereits bei den regulären Radios die Gebühren erhöhen konnte, während man diese auch noch als Piraten bezeichnete. (Firebird77) (via washingtonpost, thx!) Verwandte News
Trackbacks
Frage: Was soll los sein? Der Autor schreibt doch selbst, dass ein 7stelliger Betrag übrig bleibt. Was heulen die also rum? Der Chef von Pandora tut mir ja auch leid dass der Betrag nicht 8stellig ist, an seiner Stelle würde ich den Laden echt schließen . mfg, MrJack MrJack am 18.08.2008 14:05
Ja nee, und Mitarbeiter, Server usw. sind gratis Bei Pandora werden neue Songs von Musikern gehört, kategorisiert und per Hand eingepflegt. Gerade das ist das tolle an Pandora. boothe am 18.08.2008 14:10
erstens das, und ausserdem könn die von mir aus 10 Billionen verdienen, aber dass einem 68(!!)% abgenommen werde kann nicht sein vcvcv am 18.08.2008 16:06
Zitat: Zitat von MrJack Frage: Was soll los sein? Der Autor schreibt doch selbst, dass ein 7stelliger Betrag übrig bleibt. Was heulen die also rum? Der Chef von Pandora tut mir ja auch leid dass der Betrag nicht 8stellig ist, an seiner Stelle würde ich den Laden echt schließen Eigentlich dachte ich dass jeder User das erkennt: Zitat: Zitat von vcvcv dass einem 68(!!)% ... Firebird77 am 18.08.2008 16:35
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