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16. Oktober 2008
US-Wahlkampf McCain will Ausnahmen der DMCA-Regelung auf YouTube für WahlkampfvideosEin Berater von John McCain hat sich mit einem Brief an YouTube gewendet. Dort hat er den Vorschlag unterbreitet, dass für Wahlkampfvideos die sofortige DMCA-Takedown Notice Regelung auf YouTube nicht gelten soll. Man würde in den meisten Fällen in den Wahlkampfclips lediglich "Fair Use" von Musik und Videos machen und könnte die Videos problemlos einige Tage online lassen. Das sofortige offline stellen der Inhalte, sobald sich in Rechteinhaber zu Wort melden, würde die Effektivität des Wahlkampfs verhindern. YouTube hat die Bitte abgelehnt. Der Brief wurde von Trevor Potter an die YouTube-Leitung gesendet, sowie dem YouTube-Gründer Chad Hurley und Google Urheberrechtsberater William Patry. Eine Kopie ging ebenfalls an den Wahlkampf-Leiter der Demokratischen Partei. In dem Brief ist die Rede davon, dass YouTube die Videos aufgrund von Verdacht auf Urheberrechtsverstöße zu schnell würde entfernen lassen. Ein Großteil der Videos, die dadurch automatisch offline genommen werden, falle ganz klar unter "Fair Use". Man würde verstehen, dass YouTube bei den Massen an Videos ein automatisiertes Verfahren nutzen würde, doch sollte es im Wahlkampf möglich sein, personelle Ressourcen für die exklusive Betreuung zumindest der Accounts bereitzustellen, die von den Wahlkampfleitern kommen. YouTube indes nutzt das Standardverfahren bei Verdacht auf Urheberrechtsverstößen, wie bei allen anderen Videos auch, und unterscheidet nicht, von wem der Account stammt. Warner Music Group, CBS, Fox News und andere Medienunternehmen würden regelmäßig "Takedown Notices" gegenüber Wahlkampfvideos von McCain auf YouTube geltend machen. Auch Barack Obama hat regelmäßig dasselbe Problem mit Videomitschnitten von CBS. Interessanterweise hat John McCain damals persönlich für das Gesetz gestimmt, welches ihm nun zu schaffen macht. In der Antwort von YouTube gab man bekannt, dass man keine Videos besonders bevorzugen würde. Man würde sich schlichtweg an den DMCA halten. Eine Begutachtung einzelner Videos sei aufgrund der Masse an Videos nicht möglich, deswegen setzt man auf das automatische Verfahren, welches auch sonst zum Einsatz kommt. Sie seien sich auch darüber bewusst, dass es öfter Missbrauch der "Takedown Notice"-Funktion gäbe, unter anderem durch einige übereifrigen Rechteinhaber. Bei der Gelegenheit schrieb man auch, dass McCain sich doch besser für ein leichter handhabbares Recht von "Fair Use" einsetzen sollte. (020200) (via Register) Verwandte News
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Ist mal wieder typisch, solche Kreaturen wollen immer eine Extrawurst. Ist hier bei uns ja auch nicht anders, für die kleineren Beamtenhansels ist Bestechung verboten, aber die Jungs und Mädels im Bundestag haben für sich beschlossen, dass die sogenannten "Nebeneinkünfte" legal sind, und deren Quellen geheim bleiben müssen. GK5 am 16.10.2008 14:25
Gesetze gelten für alle - nur nicht für mich. DasFragezeichen am 16.10.2008 14:48
Sorry Leute aber das was ihr hier macht ist doch Stammtischgerede.. Ihr regt euch darüber auf, dass die Politker alles schlecht machen und bestechlich seien. Doch die Wahrheit ist doch, dass keiner von euch den Job machen wollen würde, oder? Also ich zumindest nicht. 60 Stundenwoche, hohe Verantwortung und egal was du machst, du machst es falsch. Ich sag ja nicht, dass alles Sonnenscheinpolitik ist, aber für das Wohl der Gesellschaft müssen ... Zoba am 19.10.2008 12:01
Wenn aber keiner da ist der die falschen Entscheidungen kritisiert, dann merken sie gar nicht erst, dass sie etwas falsch gemacht haben. Und auch ihr "60-Stunden-Tag" ist noch lange keine Rechtfertigung dafür ihre eigenen Gesetzte umgehen zu dürfen. Tut mir leid, aber das "Machts doch selber besser" ist noch viel mehr auf Stammtischniveau. Die haben sich ihren Job doch ausgesucht und wollen ihn doch wohl auch so gut wie möglich machen, dann ... KannibaleInZivi am 19.10.2008 12:06
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