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05. November 2008
US-Wahl Barack Obama wird PräsidentNoch ist die Wahlprozedur nicht komplett abgeschlossen und dennoch stehen die Zeichen sehr gut für den Juristen Barack Obama. Laut dem Nachrichtensender CNN kann McCain bisher auf 135 Wahlmännerstimmen zählen, Obama auf 220, für die Wahl zum US-Präsidenten sind 270 Wahlmännerstimmen nötig. Kurz nachdem die Wahlkabinen an der Westküste geschlossen wurden, zeigte sich, dass der Senator von Illionois die Mehrheit der 270 Wahlmännerstimmen auf sich vereinen würde. Damit wäre Obama der erste afroamerikanische Präsident in der Geschichte der USA. Noch wurde nicht die letzte Stimme ausgezählt, doch die Entscheidung ist mittlerweile gefallen, der Vorsprung von Obama ist nicht mehr aufzuholen. Erwähnenswert ist in jedem Fall die Tatsache, dass man gestern erneut viele demokratiemüde Amerikaner hinter dem Ofen hervor an die Urnen locken konnte. Schätzungen besagen, dass bei der gestrigen Wahl noch mehr Personen teilgenommen haben sollen als bereits vor vier Jahren. Schon im Jahr 2004 wurde mit 60,7 Prozent die höchste Wahlbeteiligung seit 1968 registriert. Laut SPON war die Stimmung bei den jeweiligen Lagern sehr unterschiedlich. Während die Obama-Anhänger in Chicago medienwirksam jubelten, soll es bei seinem Herausforderer in Phoenix deutlich stiller zugegangen sein. Die Wahlhelfer schauten sich dort eher teilnahmslos die ihnen dargebotene Show an. Der 72-jährige Senator hat seine Niederlage mittlerweile auf der Wahlparty öffentlich eingestanden. Er habe seinem Kontrahenten in einem Telefongespräch zu seinem Sieg gratuliert, so McCain zu den Medien. Obama liegt laut einer Prognose, die vor wenigen Minuten bekannt wurde, auch in Colorado und Nevada vorne. Selbst der derzeit amtierende US-Präsident George W. Bush hat Obama bereits telefonisch zu seinem Wahlsieg gratuliert. Barack Obama sprach vor wenigen Minuten in Chicago zu seinen Fans und gab bekannt, dass der Wandel da wäre. Barack Hussein Obama, Jr. muss jetzt im Laufe der nächsten Monate zeigen, dass er das Vertrauen der Menschen in den USA auch verdient hat. In den USA galt bereits in der Vergangenheit der Grundsatz und dieser gilt leider immer mehr: There is no biz, like the political-biz! Höchst medienwirksam das zu versprechen was die Menschen hören wollen ist eine Sache, den Erwartungen auch gerecht zu werden ist eine ganz andere. Es bleibt zu hoffen, dass Obama nicht wie viele seiner Vorgänger mit großen Worten ans Werk geht, die er letztlich nicht einhalten kann, weil er von zahlreichen Interessengruppen im Vorfeld gekauft wurde. Obama wird es nicht leicht haben: Bush hinterlässt ihm bezogen auf die Außenpolitik viel verbrannte Erde und innenpolitisch eine Nation, die noch immer von der Finanzkrise erschüttert wird. Spätestens wenn die Euphorie abgeflaut ist, wird sich zeigen, wie viel dieser Mann wirklich wert ist. Zu dramatisch dürfen die von ihm angeordneten Veränderungen aber leider auch nicht ausfallen, will er nicht enden, wie einst John F. Kennedy im Jahr 1963. Hoffen wir also auf das Beste. (Lars Ghandy Sobiraj) (via CNN.com, tagesschau.de, thx!) Verwandte News
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Zitat: Zitat von am0kk Die gleichen Konzerne die John McCain Spenden zukommen ließen, spendeten auch für Barack Obama. Und diese sind es, die das sagen haben. Leider. Quelle? Fryhstyxei am 06.11.2008 13:54
Zitat: Zitat von Fryhstyxei Quelle? http://soll-haben.blogspot.com/2008/...r-welt-fr.html http://www.welt.de/politik/article23...us-Europa.html So, nun mach dir bitte mal ein Bild davon. Und genau so, läuft es auch in Amerika. Lobbyisten spenden an alle Kandidaten um später von den Gewinnern Gefallen einzufordern. Und die Kandidaten nehmen meist auch alle Spenden an. Siehe Michael Moores ... am0kk am 06.11.2008 14:03
Zitat: Zitat von am0kk http://soll-haben.blogspot.com/2008/...r-welt-fr.html http://www.welt.de/politik/article23...us-Europa.html So, nun mach dir bitte mal ein Bild davon. Als Obama sagte, er habe auschließlich Spenden von US-Bürgern angenommen, habe ich ihm das geglaubt. Wenn das, was da steht, stimmt (die Dokumente, die angeblich offengelegt worden sind, habe ich nicht eingesehen), ... Fryhstyxei am 06.11.2008 14:13
Mich hat es auch tierisch gefreut, dass ein Afroamerikaner Präsident wird. Und das zu meinen Lebzeiten. Geil! Endlich kriegen diese Südstaatler was sie schon seit langem verdienen. Jedoch denke ich, dass auch ein Barack Obama (alleine der Name muss den ganzen Texanern doch Brechreiz verursachen) sich der Lobby und ihren Angelegenheiten beugen muss/wird, wenn er nicht wie ein JFK enden will. Traurig aber wahr. Sogenannte "gewählte ... am0kk am 06.11.2008 14:22
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