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17. Januar 2008
US-Verordnung Unis, filtert P2P! Studis, kauft bei Napster und Co.!Ende letzten Jahres wurde schon vor dem "College Opportunity and Affordability Act" gewarnt: staatliche Förderung für US-Hochschulen solle davon abhängig werden, ob die Unis Copyrightverstöße bekämpfen und Musik-Abodienste zwangsverordnen. Die EFF warnt vor der anstehenden Absegnung des Papiers. Wenig Beispiele fallen einem ein, sucht man Vergleiche für das massive Eingreifen der Privatwirtschaft in einen Kernbereich staatlichen Handelns, in dem öffentliche Institutionen neben einem Hilfssherrif-Job auch noch den der Drückerkolonne aufgezwängt bekommen, welche der studentischen Klientel teure Musik-Abodienste zwangsverordnen soll.
Was noch einigermaßen erträglich klingt, denn Pläne und geschaffene Fakten sind immer noch zwei Paar Stiefel. Die EFF warnt jedoch davor, dass angesichts der Zwangsverordnung zum Filtern sowie zum Bewerben von Zwangsabos die Unis in technische Sackgassen gedrängt werden - nicht allzu weit hergeholt, bedenkt man das Massensterben von DRM-verseuchten Plattformen in der letzten Zeit. Immerhin - vor Februar soll die Änderung nicht zur Abstimung kommen. Es ist somit am gesetzgeber zu erkennen, dass man einmal mehr dadurch der Zeit hinterher hinkt, weil man auf die Lobbys gehört hat, die sich jahrelang vehement den Veränderungen und Umbrüchen im digitalen Zeitalter widersetzt hat. Der eigentliche Skandal ist ja ohnehin, dass die Maßnahmen nach wie vor zur Debatte stehen - obgleich sie an sich reine Wunschkataloge einer Lobbyindustrie sind. Man stelle sich die Empörung vor, wenn einer Uni mit der Streichung der öffentlichen Mittel gedroht würde, weil nicht Produkt A vom Hersteller B exklusiv auf dem Campus vertickt wird. Verwandte News
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