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11. Juli 2008

US-Telekommunikationsbehörde will P2P-Blockade verbieten

Filesharer haben in den USA einen Sieg errungen. Die US-Amerikanische Federal Communications Commission (FCC) will den Kabelnetzbetreibr Comcast bestrafen, weil dieser zu Unrecht den BitTorrent-Verkehr ausgebremst hatte.

Nach Ansicht von FCC-Chef Kevin Martin hat der Internetdienstleister Comcast mit seiner aktiven BitTorrent-Blockade klar gegen die Grundsätze zum Schutz der Konsumenten verstoßen. Er kündigte deshalb Strafen gegen den größten amerikanischen Kabelnetzbetreiber an. Die Filesharing-Bremse sei willkürlich und unabhängig vom Grad der Netzauslastung eingesetzt worden. Ferner seien die Kunden nicht einmal darüber informiert worden. Stattdessen hatte der Internetprovider mit "Crazy Fast Speeds" geworben.

Im Mai 2007 hatte der amerikanische Forscher Robb Topolski durch Zufall entdeckt, dass Comcast den Upload von BitTorrent-Paketen verhindert hatte. Das Unternehmen hatte das bis zum Herbst geleugnet. Dann jedoch gaben sie zu, den P2P-Verkehr auszubremsen, um "allen eine gute Erfahrung mit dem Internet" anzubieten. Die Bürgerrechtsorganisation SaveTheInternet hatte daraufhin die Kommunikationsbehörde FCC aufgefordert, aktiv zu werden. FCC-Chef Kevin Martin sieht die gezielte Störung des BitTorrent-Verkehrs jedoch nicht als "angemessenes" Netzwerkmanagement an. Gemeinsam mit zwei weiteren Mitgliedern der fünfköpfigen Kommision will er nun Strafen gegen den Provider aussprechen. Die Entscheidung, die am 1. August in einer öffentlichen Sitzung zur Abstimmung gebracht wird, könnte außerdem auch Folgen für weitere Internet-Dienstleister haben.

(via Torrentfreak & SMH)

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