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05. März 2008
US-Militär zu blöd für Email Britischer Webmaster muss Seite offline nehmenMan stelle sich vor: Beschäftigte eines Unternehmens sind nicht in der Lage, die korrekte TLD bei Mailadressen zu verwenden. Anstatt sie vernünftig zu schulen bzw. gewisse Empfängeradressen auf Blacklists zu setzen, wird der fälschlicherweise angemailte Webmaster beschimpft und zugespammt, bis er seine Site dichtmacht. So geschehen im Fall von mildenhall.com - der Eigner bekam über Jahre hinweg teilweise vertrauliche Mails des US-Militärs bis hin zu Flugrouten des Präsidenten, die an Adressen bei mildenhall.af.mil geschickt werden sollten. Von der Spammail über Fun-Postkarten bis hin zu vertraulichen und sicherheitsrelevanten Militärinformationen bekam der Webmaster seit 1997 Post von der US Air Force. Die Militärs wurden mehrfach informiert, was schieflief - und zum Schluss wurden wohl auch Filter installiert und Infomails an die Soldaten verschickt, sie sollen doch von der .af.mil - Adresse Gebrauch machen - doch hilfreich war keine der Maßnahmen, am Ende erhielt der Brite Tausende von Mails am Tag. Die Stellungnahme der Air Force:
Von den Militär-Mailboxen aus konnte die .com-Adresse nicht mehr angemailt werden, das Problem war der Mailverkehr über private Rechner, die seitens der Air Force nicht kontrolliert werden konnten. Seitens der Soldaten war auch offenbar nicht ganz klar, dass der ungewollte Mailempfänger nichts für das Problem konnte:
Die Leitung der Airbase berieten den Webmaster, was er gegen die Spam- und Mailflut machen könne - beispielsweise wurde zum Abschalten von Catchall-Adressen geraten und automatische Bouncer einzurichten. Was er gegen die Mailflut tun konnte, stünde jedoch in keinem Verhältnis dazu, was auf dem Airforce-Stützpunkt hätte getan werden können, so der Webmaster, um ein leicht vernichtendes Fazit zu ziehen:
Die Seite ist nun down - der Webmaster wurde der Mailflut nicht mehr Herr. Angesichts dessen, dass auch Flugpläne der "Air Force One", der Maschine des US-Präsidenten, an die Mailadressen der .com-Domain gesendet wurden, wäre es wohl kaum ein Problem, Kaufinteressenten für die Domain zu finden. Die Frage ist nur, ob es inzwischen nicht strafbar ist, Domains an mutmaßliche Terroristen zu verkaufen. Verwandte News
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