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29. März 2005
US-Blogger keine Entwarnung durch die WahlbehördeWeiter erhebliche Einschränkungen für politische Blogs zu befürchten Nachdem bekannt wurde, dass die US-Wahlaufsichtsbehörde FEC Änderungen zur Wahlkampffinanzierung plant, welche für zahlreiche politische Blogs massive Einschränkungen mit sich bringen könnten, verdichten sich nun die Befürchtungen der Blogger trotz mancher Abwiegelungsversuche. Einige Ausnahmeregelungen seien angedacht: eine "Freiwilligenklausel" nimmt freiwillige, unbezahlte Blogger von der geplanten Richtlinie aus, bereits ein gemeinsam betriebenes Blog würde aus dieser Regelung aber wieder herausfallen. Aber auch die "freiwilligen" Blogger könnten dadurch gezwungen werden, ihr Blog erst zuzulassen, bevor sie es für politische Zwecke nutzen könnten - ein Verwaltungsaufwand, den die FEC so offensichtlich noch nicht abschätzen kann, oder der willentlich in Kauf genommen wird. Beide Fälle wirken besorgniserregend, wenn man sich die Folgen für das verbriefte Recht der freien und öffentlichen Meinungsäußerung ausmalt. Doch selbst dies scheint noch nicht die ganze Wahrheit zu sein: ein früheres, bislang unveröffentlichtes Dokument läßt weitaus schlimmeres erahnen
Der komplette Entwurf steht als pdf zum Download bereit. Für ein Land, welches die Meinungsfreiheit vordergründig so hoch schätzt wie die USA, stellt der Entwurf in der Tat ein erschreckendes Dokument dar, welches einige verfassungsmäßig verbriefte Rechte massiv in Mitleidenschaft ziehen könnte. Es bleibt zu hoffen, dass ein Zurückrudern mit den jüngsten Verlautbarungen bereits eingesetzt hat und nicht vielmehr öffentlich beschwichtigt, im Hintergrund jedoch ein noch stärker als befürchtet die Meinungsfreiheit beschneidendes Gesetz vorbereitet wird.
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