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10. Februar 2007
US Armee zensiert ihre Blogger EFF verklagt Armee wegen unterlassener HilfestellungLaut dem Freedom of Information Act (FOIA) sind alle bundesstaatlich organisierten Behörden gesetzlich dazu verpflichtet, Informationen preiszugeben, die von einem Bürger der USA auf dem schriftlichen Weg beantragt werden. Es gibt in diesem Zusammenhang natürlich Ausnahmen, diese sind aber festgelegt und treffen im Fall der amerikanischen Armee nicht zu. Die 1990 gegründete Electronic Frontier Foundation (EFF), die sich mit den Bürgerrechten im Cyberspace beschäftigt, hat schon im November 2006 beim US-Verteidigungsministerium angefragt, nach welchen Kriterien die Sondereinheit Army Web Risk Assessment Cell (AWRAC) die Weblogs ihrer Armeesoldaten untersucht. Die AWRAC ist in der Vergangenheit häufiger aktiv geworden und hat Soldaten aufgefordert, die Inhalte ihrer Einträge zu löschen oder deren Weblogs komplett zu schließen. Allerdings wurde dieser Auftrag nachweislich auch häufiger dazu missbraucht, die kritisch eingestellten Soldaten mundtot zu machen. Es wurden auch Bilder und Inhalte abgemahnt, die keine Geheimnisse in sich bargen und sich lediglich nicht mit der politischen Richtung der Regierung gedeckt haben. Je nach Schweregrad der "Vergehen" wurden die Soldaten per E-Mail oder Telefon kontaktiert. Im Fall einer Preisgabe sehr wichtiger Daten wurden deren Vorgesetzte sofort per Telefon informiert.
Seit Anfang November bemühen sich die Mitglieder der EFF um eine Antwort. Noch immer gab es keinerlei Reaktion von Seiten des Pentagon darauf, wie die Methoden der Army Web Risk Assessments Cells genau aussehen. Um den Informationsfluss zu beschleunigen hat die EFF gegen das Verteidigungsministerium, respektive gegen das Pentagon nach über vier Monaten Wartezeit Klage eingereicht. Die Rechtsanwältin Marcia Hofmann dazu: "Die Soldaten sollten die Freiheit besitzen ihre Gedanken in einem solch kritischen Zeitpunkt der nationalen Debatte über den Krieg im Irak frei bloggen zu können. Natürlich ist für das militärische Gelingen ein gewisser Grad an Verschwiegenheit nötig. Aber die Öffentlichkeit hat ein Recht zu wissen, ob die Armee ihre Soldaten auch zum Schweigen bringt. Deswegen muss das Verteidigungsministerium ohne Verzögerung bekannt geben, wie deren Programm funktioniert."
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