Urteil: Chinesische Microsoft-Piraten müssen hinter Gitter

Urteil: Chinesische Microsoft-Piraten müssen hinter Gitter

gullinews am Montag, 05.01.2009 18:36 Uhr (Rating: RatingRatingRatingRating)

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Es ist die Rede von den Softwarefälschern aus China. Elf der nun verurteilten Personen müssen wegen ihrer dubiosen Machenschaften im Zusammenhang mit Microsoftprodukten ins Gefängnis und dort ihre Strafe absitzen. Die Dauer der Haftstrafe beläuft sich zwischen einem und sechs Jahren Freiheitsentzug. Ein chinesisches Gericht ist zu dem Urteil gekommen und teilt die Auffassung, dass die Personen manipulierte Software im großen Rahmen vertrieben haben.

In Redmond geht man bezüglich der Beschreibung sogar noch einen Schritt weiter. Dort beschreibt man die verurteilten Köpfe der Gruppierung als das weltweit größte Softwarefälscher-Syndikat. Den weiteren Aussagen nach zu urteilen, stellt dieses Urteil die gravierendste Strafe seiner Art in China dar. Angeblich sollen die chinesischen Fälscher über zwei Milliarden US-Dollar mit der Entwicklung und Verbreitung der Software umgesetzt haben. Alles in allem betrifft dies 19 Produkte aus dem Hause Microsoft in elf Sprachen. Darunter befinden sich auch Windows Vista, XP, Office 2007/2003 und der Windows Server.

Die Verhaftung erfolgte durch eine Zusammenarbeit des FBI und dem Public Security Bureau (PSB) Chinas im Juli 2007. Maßgeblich und entscheidend für die Aufnahme der Ermittlungen waren eingegangene Meldungen von Anwendern selbst, die mittels des Windows Genuine Advantage Tools versendet wurden. Für die zielgerichtete Suche nach den Köpfen hinter dem Betrug sei dies von essenzieller Bedeutung gewesen, meinte ein Pressesprecher von Microsoft. Insgesamt waren mehr als 100 Microsoft-Partner an der Suche nach den Betrügern beteiligt und haben auch benötigtes Beweismaterial zur Verfügung gestellt.

David Finn, von der Anti-Piracy-Abteilung des weltgrößten Softwarekonzerns dazu: "Leider ist das Thema Softwarebetrug sowohl ein globales Thema als auch ein illegales Geschäft, welche keine Grenzen kennt. Dieser Fall verdeutlicht ein weiteres Mal, von welch großer Bedeutung es ist, diese Verbände von Betrügern in die Mangel zu nehmen und ihre Handlungen zu unterbinden. Schon die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass dies am effektivsten durch eine Zusammenarbeit mit den Behörden vonstatten geht." In den kommenden drei Jahren will Microsoft über eine Milliarde US-Dollar in die Forschung und Entwicklung Chinas investieren und im selben Atemzug auch die Softwarepiraterie mit allen denkbaren Mitteln weiter eindämmen. (gS-)

(via ZDNet)

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15 Reaktionen aus dem gulli:Board

Ranseier_Karl am 08.01.2009 10:13:33:
Justitia trägt eine Waage. Die müßte aber mal neu geeicht werden. Und was für ein erbärmliches Leben muß ein Mensch führen, wenn er täglich nachschauen muß ob sich auf gewissen Seiten fastnix getan hat. Und laut jubelt wenn die Seite nicht erreichbar ist. Ebens...

am 08.02.2009 11:10:49:
Naja da sollte man sich mal die Chinesen als Vorbild nehmen! :T Wollen Sie Ihre jetzt unmittelbar anstehende Haftstrafe auch in China absitzen oder hoffen Sie auf den BGH?!?...

lantra am 09.02.2009 07:52:58:
Ja Hallo Hr. Gravenreut warum antworten sie nicht auf die Frage von "The Commander"??? Die Antwort würde mich auch mal Interesieren!:D Zitat: The Commander Ich versteh dich nicht. Du bist ein mehr oder weniger erfolgreicher Abmahnanwalt im Krieg gegen Massenvernichtungskopierer - und da hän...

 

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