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20. April 2007
Unlimited Potential Microsoft will Software für drei Dollar an Entwicklungsländer verkaufenUnter dem philantrophischen Titel "Unlimited Potential" will sich Microsoft mehr als bisher in Entwicklungsländern engagieren, deren Bevölkerung von der technologischen Entwicklung so gut wie abgekoppelt ist. Bill Gates kündigte in Peking an, das der Redmonder Konzern demnächst Software für drei Dollar in Dritte Welt-Ländern zu verkaufen. Bis zum Jahr 2015 soll die Zahl der PC-Nutzer weltweit um einen Milliarde auf rund drei Milliarden gesteigert werden, erklärte Gates. Microsoft hat bereits das Programm "Partners in Learning" in der Lehrerausbildung ins Leben gerufen. In das sich über fünf Jahre erstreckende Programm investiert der Software-Anbieter 250 Millionen Dollar. Eigenen Angaben zufolge wurden bereits in über 100 Ländern 2,5 Millionen Lehrer und mehr als 57 Millionen Studenten angesprochen beziehungsweise ausgebildet. Zeitgleich will Microsoft in den nächsten zwei Jahren weitere 200 "Innovation-Center" eröffnen. Aktuell unterhalten die Redmonder 110 solcher Ausbildungs- und Verkaufsstätten in 60 Ländern. 25 neue Länder sollen bis 2009 hinzukommen. Desweiteren kündigte die Gates-Company eine Partnerschaft mit der Asian Development Bank mit Sitz in Manila, Philippinen, an. In Zusammenarbeit mit der Bank und den Regierungen soll die "ökonomische Entwicklung" von Entwicklungs- beziehungsweise Schwellenländern gefördert werden. Dazu passt auch die Partnerschaft mit Indien; dort will Microsoft bereits bis Ende diesen Jahres online ein "Arbeitsbeschaffungs-Portal" einrichten. Orlando Ayala, zuständig bei Microsoft für die Abteilung "Emerging Segments Market Development Group", erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mit bemerkenswerter Offenheit, bei all diesen Projekten handle es sich vor allem darum, Geschäfte zu machen. Damit spricht er einen Punkt an, auf den auch Analysten abzielten, die sich zur Ankündigung von Gates Gedanken machten. Sie verwiesen darauf, dass in vielen Entwicklungsländern Produktpiraterie an der Tagesordnung ist und deshalb die Initiative Microsofts auch darauf abziele, mit Regierungen solcher Länder stabile geschäftliche Beziehungen einzuleiten beziehungsweise vorhandene Beziehungen auszuweiten. Ferner müsse Microsoft langsam etwas gegen Linux unternehmen und auch etwas der Initiative OLPC (One Laptop per Child) entgegensetzen.Während Microsoft sich an der Entwicklung von Intels Dritte Welt-PC "Classmate" beteiligt hat, sind AMD und Red Hat bei dem Laptop-Angebot OLPC federführend. Bereits in diesem Sommer sollen rund fünf Millionen solcher Laptops unter anderem an Brasilen, Argentinien, Uruguay, Rwanda, Nigeria, Libyen, Pakistan und Thailand verkauft werden. Allerdings liegt im Moment der Produktionspreis noch bei rund 150 Dollar. Verwandte News
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