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21. Mai 2008

Unisys Sicherheitsbedenken in Deutschland steigen

Die kürzlich veröffentlichte Security Index Studie der Firma Unisys belegt, dass sich die Deutschen europaweit am meisten um ihre Sicherheit sorgen. Besonders hoch ist nach Einschätzung von Unisys der Anteil finanzieller Sorgen und Sicherheitsbedenken im Bezug auf Kreditkartenmissbrauch. Nach den kürzlichen Geschehnissen ist dies wohl nicht ganz unbegründet. Waren im Vorjahr öffentliche Sicherheit und Terrorismus noch wichtige Themen, so tauchen diese in 2008 nur noch auf den hinteren Plätzen auf.

Der Unisys Index ist eine weltweite Studie, die Sicherheitsbedenken der Gesellschaft analysiert und diese dann Unternehmen und Organisation aufzeigt. Das Ergebnis gibt dann Auskunft über die Einschätzungen zur finanziellen, persönlichen, und nationalen Sicherheit. Die geäußerten Bedenken sind nicht nur berechtigt sondern auch gut nachvollziehbar, denn fast täglich gehen neue Meldungen in Sachen Kreditkartenmissbrauch um. Mehr als 72 Prozent der deutschen Bundesbürger befürchten einen Kreditkartenmissbrauch, dicht dahinter mit über 50 Prozent sorgen sich die Franzosen. Auch die Bankenkrise hat einen maßgeblichen Einfluss auf das allgemeine Unbehagen. Im Durchschnitt ist die europäische Lage aber entspannter als die in den USA.

Vizepräsident von Unisys Deutschland Dietrich Schmitt beschreibt den momentanen Stand der Dinge als "heiter bis wolkig". Die Rangliste der Sorgen hat sich allerdings im Vergleich zu den Vorjahren verändert. Die Angst vor Terrorismus hat im Jahr 2008 abgenommen und platziert sich auf den hinteren Plätzen. Ganz vorne dabei sind Sorgen um die persönliche und finanzielle Sicherheit sowie mit besondere Priorität die Aspekte im Bezug auf die Nutzung des Internets und von Mobilfunkgeräten. Der Schutz vor Kreditkartendiebstahl ist dabei der absolute Spitzenreiter. An dieser Tatsache sind wohl maßgeblich die jüngsten Ereignisse schuld.

"Während der Missbrauch von Kreditkarten global betrachtet zunimmt, lässt die gesamteuropäische Abnahme des Indexwertes darauf schließen, dass das Vertrauen der Verbraucher in Finanz- und Kreditinstitute und deren Fähigkeit Daten zu schützen und Missbräuche aufzudecken wieder zunimmt. Trotzdem sollten Banken nicht nachlässig sein, sondern kontinuierlich in hochentwickelte Sicherheitsmechanismen investieren", so Rene Head von Unisys.

Die umfassende Krise zahlreicher Banken sowie die Sorge um die finanzielle Sicherheit beeinflusst die Stimmung zusätzlich. Hinzu kommt das allgemeine Unwohlsein hinsichtlich der steigenden Konsumgüterpreise.

Nicht unausgesprochen bleibt auch die Angst über den Missbrauch persönlicher Daten. 50 Prozent aller befragten zeigten sich hinsichtlich dieser Problematik besorgt oder sogar sehr besorgt. "Eine Überraschung ist es nicht, dass viele Verbraucher ängstlich in diesem Bereich sind. Eine ganze Verlustserie von persönlichen Daten auf Regierungsebene und die Zunahme bei Kreditkarten- und Identitätsbetrug nährt die Ängste der Verbraucher", meinte Head dazu. Der Dienstleister Unisys möchte diese Umfragen regelmäßig tätigen, auch um die langfristige Entwicklung besser darstellen zu können. Die Befragung lief mittels Zufallsprinzip telefonisch ab. Die genauen Ergebnisse sind auf der Webseite von Unisys einzusehen.

(via pressrelations.de, thx)

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