gulli: Uni Missouri: Sharen darf nur, wer das Quiz besteht!
17. Mai 2008

Uni Missouri Sharen darf nur, wer das Quiz besteht!

Im Zuge der Anhäufung von Abmahnungen durch die Musikindustrie, die sich auf den Digital Millenium Copyright Act (DMCA) berufen, haben viele US-Universitäten die Nutzung von P2P-Diensten blockiert. Die Verwaltung der Uni in Missouri scheint nun eine mögliche Lösung für das Problem gefunden zu haben. Die Studenten dürfen auf dem Campus sechs Stunden legales Filesharing betreiben, wenn sie zuvor ein Quiz zum Thema Copyright erfolgreich bestanden haben.

Im letzten Semester erhielt die Universität in Missouri an die 200 DMCA-Abmahnungen.

Der Musik- sowie Filmindustrie passte es überhaupt nicht, dass dort die Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material durch die Verwaltungen der Unis toleriert wurde. Ab jetzt gilt es, um die Erlaubnis zur Benutzung von BitTorrent und Konsorten zu erlangen, einen Test mit Fragen bezüglich der Legalität von Down- und Uploads zu bestehen. Das Resultat entscheidet, ob man dann für die Zeit von sechs Stunden, zum Filesharer über die Uni-Leitung werden darf. Weil es sich hierbei um eine zeitliche Begrenzung handelt, reicht es nicht die Fragen einmalig zu beantworten. Möchte man weitere sechs Stunden Zugang, so muss sich jeder Student oder Mitarbeiter der Uni auf eine Webseite im Intranet begeben und erneut sein Wissen unter Beweis stellen. Die Fragen unterscheiden sich natürlich jedes Mal. Monatlich ist diese Prozedur auf maximal acht Durchläufe beschränkt.

"Prinzipiell haben wir ja nichts gegen P2P - es ist eben eine Frage der Legalität. Im Sinne von Wissen und Forschung sind wir die Letzten, die sich dem Filesharing freier Produkte in den Weg stellen wollen", so die Aussage eines Sicherheitsbeauftragten der Uni.

Ob dieses System jedoch auf Umwegen umgangen werden kann, etwa durch den Einsatz einer VPN-Verbindung oder durch Proxys ist derzeit unklar. Dies wird sich jedoch in naher Zukunft von ganz alleine sharen, filesharing, dmca, uni, proxy, vpnzeigen, manche findige Studenten sitzen mit Sicherheit schon an Workarounds der nervigen Quizeinlagen.

Sobald der Benutzer freigeschaltet ist, ist theoretisch auch der Download von illegalen Dateien möglich, die Uni prüft derzeit nicht die Inhalte, die dann ausgetauscht werden. Es gilt abzuwarten, ob durch diese Aktion die Flut an Abmahnungen verringert werden kann.

(Via Techdirt, thx!)

  • 11 Kommentare zum Artikel
  • Ich glaub die jungs sind wirklich blöd ... Dagegen können die nix machen .... Sharen sie halt über Rapid weiter :/ mFg

    Hirnblaehung am 17.05.2008 18:41
  • Zitat: Zitat von addicted Na komm, wer macht denn sowas? ist doch Quatsch... IdR wirds genutzt um andere Files zu saugen - aber soll auch Leute geben die es für legale Bereiche verwenden. Wenn die Universität schon Ärger am Hals hat, durch P2P, dann müssten die es eben ganz unterbinden (wenn möglich) aber nicht hier mit nem Fragebogen wieder erlauben.

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