Umfrage: Nutzer befürchten Datenmissbrauch

gullinews am Montag, 29.06.2009 21:58 Uhr

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Während nicht einmal jeder Zehnte davon ausgeht, dass die Unternehmen die ausgewiesenen Datenschutzbestimmungen befolgen, sind zwei Drittel der Surfer der Meinung, dass man ihre Daten zu Werbezwecken missbraucht. Um sich davor zu schützen, verfälschen fast ein Drittel aller Anwender ihre Namen und Angaben im Internet, sollten sie sich irgendwo anmelden müssen. Die Umfrage wurde sehr aufwendig gestaltet: 121.233 deutschsprachige Internet-Nutzer wurden zu diesem Zweck befragt.

Das Internet ist in die Jahre gekommen, Vertrauen hat trotzdem kaum jemand in die kommerziellen Anbieter im Netz. Nach all den Meldungen der letzten Monate hat das Vertrauen der Surfer nicht gerade zugenommen. Viele haben Angst vor weiteren Datenskandalen oder einem Datendiebstahl ihrer Angaben.

Eine aktuelle Studie von Fittkau und Maaß zeigt auf, dass Datenschutzbedenken noch immer ein ernsthaftes Problem fürs Online-Shopping darstellen. Skeptisch sind dabei eher die erfahrenen Anwender und weniger die Neulinge im Web. 59% der langjährigen Surfer äußerten Datenschutzbedenken, 46% der Neulinge empfanden es genauso.

56% aller Internet-Nutzer fürchten den Missbrauch ihrer persönlichen Daten beim Online-Einkauf. Die Angst, dass Daten zu Werbezwecken an andere Unternehmen weitergeleitet werden, liegt mit deutlichem Abstand auf Platz eins der wahrgenommenen Hürden. Es folgen die teils eingeschränkten Möglichkeiten der Qualitätsbewertung mit 45%, knapp dahinter folgt der unsichere Zahlungsverkehr mit 43%.

Nur wenige Personen glauben an die Sicherheit ihrer Angaben. Nicht einmal jeder Zehnte geht davon aus, dass die Datenschutzbestimmungen auch tatsächlich eingehalten werden. Zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass die Firmen ihre Daten zu Werbezwecken missbrauchen. Zu ihrem eigenen Schutz geben viele Anwender (27%) falsche Namen oder gar Pseudonyme bei der Anmeldung an. Etwa jeder fünfte Internet-Nutzer hat im letzten halben Jahr falsche Daten bei seinen Online-Registrierungen gemacht, zwei Drittel davon sogar mehrfach.

Zusammenfassend könnte man sagen, dass die Unternehmen tendenziell immer datenhungriger werden und die Sicherheit der Daten zeitgleich immer weniger gewährleistet ist. Die Kunden setzen sich aber vermehrt mit ihrem Einfallsreichtum dagegen zur Wehr. Auch die Erheber der Studie gehen davon aus, dass ein nicht unerheblicher Anteil aller Datensammlungen nicht oder zumindest nicht ganz der Wahrheit entspricht. (Ghandy)

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13 Reaktionen aus dem gulli:Board

user124 am 30.06.2009 13:38:50:
Sollte ich Anrufe von Call Centern erhalten und eine dieser Tussys an der Strippe haben, dann fordere ich sie grundsätzlich auf, mir zu sagen was sie drunter trägt und ob sie rasiert sei. Schon die witzigsten Telefonate erlebt ... die Weiber sind dann sofort von der Rolle, ein Paar r...

MrLiNk_ am 30.06.2009 13:54:52:
LOL ich glaub ich sollte meine telefonnummer öfters irgendwo eingeben^^ naja.. aber mal nebenbei.. was macht denn gulli eigentlich mit unseren e-mail adressen?? und wie lange werden unsere IP Adressen zu den dazugehörigen Accounts gespeichert?.. ich trau keinem ^^ besonders net se...

titus_shg am 30.06.2009 18:29:27:
Wer auf so nen gegenscript reinfällt, der muss aber ganz schön doof sein... Inzwischen schon, das Zeug ist ja bekannt. Aber man kann auch selbst sehr kreativ sein, kommt immer auf den Einzelfall an. Was auch lustig ist: Bei Telefonnummern irgendne Durchwahl vom örtlic...

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