gulli: Ultras Frankfurt: BND ließ Überwachen aufgrund von Sprechchören

Anzeige

gulli:Toolbox

Voting

Worüber wollt ihr mehr News?
Netzwelt
Untergrund
Filesharing
Datenschutz
Hacking
Demoszene
Mobiles (Handy)
Linux
Feature (Gulli Glosse)
24. April 2008

Ultras Frankfurt BND ließ Überwachen aufgrund von Sprechchören

Mitglieder der Fangruppe Ultras Frankfurt wurden vom BND überwacht. Auslöser waren Chorgesänge. Obwohl nach monatelanger Bespitzelung keinerlei verdächtige Anhaltspunkte gefunden werden konnten, wurde die Überwachung nicht eingestellt. Auch ein kroatischer Spieler der Borrussia Dortmund wurde observiert, weil ein verdächtig klingendes "Bin Mladen" am Telefon gefallen war.

Das ironisch gemeinte Lied der Ultras Frankfurt im Stadion "Erste Runde Salzburg, zweite Runde Wien. Danach befreien wir Saddam Hussein." gab dem BND offensichtlich genügend Anhaltspunkte, um die führenden Mitglieder der Fangruppe auf Kontakte in die arabische Welt zu überprüfen. Besonders auffällig schienen ihnen drei gläubige Muslime zu sein, die in Frankfurt Maschinenbau studieren.

Nach Angaben des Magazins Spiegel wurden die drei jungen Männer monatelang observiert, Telefone abgehört und E-Mails abgefangen. Statt Anschlagspläne aber erhielten die Ermittler lediglich Informationen über geplante Chöre im Frankfurter Waldstadion, Anreisen nach Dortmund oder die Anschaffung neuer Fahnen. Wie das Fanmagazin des Dortmunder Fußballklubs Schwatzgelb-Dortmund berichtet, wurden nach Angaben des Spiegels, der Richter, der die Überwachung Aufgrund von mangelnden Hinweisen abbrechen wollte, nach einem Telefonat von Innenminister Schäuble, kurzerhand beurlaubt und die Überwachung weitergeführt.

Ähnliche Ermittlungen gab es in Bezug auf Drogen. Anlass die verdächtig klingende Liedzeile "Wir fahren Fahrrad wie Erik Zabel. Erst nach Bologna und weiter nach Neapel". Das Drogenkommissariat des Frankfurter Polizeipräsidiums winkte nach Anfragen ab: keine Anhaltspunkte, zu läppischer Fall. Aus Angst von einem Doping-Skandal ließ Thomas Bach, Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees, Untersuchungen veranlassen. Jedoch fand man auch hier erneut keine Anhaltspunkte.

Auch den Dortmundern ist ein Kontakt mit dem Bundesnachrichtendienst nicht erspart geblieben. Der Stürmer Mladen Petric der Borrussia Dortmund wurde observiert, nachdem am Telefon die verdächtige Phrase "Bin Mladen" gefallen war. Zu einem Verhör seiner kroatische Familie soll es auch gekommen sein, wie das Nachrichtenmagazin Fokus berichten soll.

Erst kürzlich ermittelte die Polizei gegen einen Anführer einer Fangruppe bei Schalke04, nachdem eine Schäublone im Stadium geschwenkt wurde.

Nachtrag: Aufgrund fehlender Quellen besteht akute Hoax-, beziehungsweise Satiregefahr. Unklar ist, ob die Vorfälle sich wirklich so ereignet haben, nach Patzern wie der BND-Affäre wäre ein solcher Vorfall jedoch nicht mehr allzu unvorstellbar.

( via Schwatzgelb-Dortmund )

  • 26 Kommentare zum Artikel
  • Ich war gestern in Frankfurtern und es gab von keinen der beiden Fanszenen einen Boykott (weil es halt eine Satire war) Das der Text von so vielen Leuten als wahr empfungen wird, lässt meiner Meinung nach schon sehr tief blicken. @B90 Ich denke, dass durch den Artikel dem normalen Bundesbürger (hier Fußballfan) auch mal andere Themengebiete/Probleme näher gebracht werden soll, die ihn sonst eigentlich überhaupt nicht interessieren. Hier ...

    SupporterDO am 26.04.2008 20:38
  • selbst nachforschen bevor man irgendwelchen mist veröffentlich "nachtrag ...hoax" omg nichts gegen die gullinews kommen oft viele interessante sachen aber meisten halt nur "weitergereichte" infos

© Copyright 2008 gulli.com  | home | sitemap | kontakt | impressum | Partner | downloads |