gullinews am Montag, 26.11.2007 15:30 Uhr
Dann ist ja alles gut. Denn selbstverständlich werden die geschätzten 400.000 Personen, die Zugriff auf die Kinder-Datenbank haben sollen, nicht derart patzen wie die Steuerbehörde: die Daten von 25 Millionen Kindergeldempfängern wurden auf CD gebrannt verschickt, die CDs zuvor zwar verschlüsselt, aber das Passwort schlauerweise der Briefsendung beigelegt. Darüber hinaus wurden eigentlich zum Löschen bestimmte Datensätze "aus Kostengründen" vor der Versendung nicht gelöscht. Nachdem die Sendung auf dem Postweg verloren ging, war natürlich die Empörung groß.
Ein Sprecher der Abteilung, die für die Kinderdatenbank zuständig ist, bemühte sich nun zu versichern, dass eine derartige Panne in ihrem Haus nicht vorkommen werde. Ein zweistufiger Authentifizierungsprozess steuere den Zugriff auf die Daten, nur Angestellte in der höchsten Sicherheitsstufe hätten Zugriff auf den Datensatz, und die externen Nutzer der Datenbank würden nur Zugriff auf die Daten jener Kinder bekommen, mit denen sie tatsächlich zu tun hätten.
In den Datensätzen sind extrem sensible Daten zentral gespeichert: jedes Kind des Landes soll mit Name, Geburtsdatum, Eltern, Geschlecht und Anschrift erfasst werden, hinzu kommen Informationen über den schulischen Bildungsweg, behandelnde Ärzte oder mit dem Kind befasste Ämter. Und zu den selbstsicheren Tönen aus der Behörde passt gar nicht, dass man sich schon vor einiger Zeit dazu entschlossen hat, die Kinder "berühmter Eltern" nicht in die Datenbank aufzunehmen. Ebenso sollen die Daten von Kindern aus dem Index fallen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden.
Warum das, wenn die Datensicherheit doch ein so hohes Niveau hat? Zugegeben, beim zweiten Nachdenken will man die Antwort auf die Frage besser nicht wissen.
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am 26.11.2007 23:44:46: |
WindSpirit am 27.11.2007 11:32:52: |
am 27.11.2007 23:07:24: |