"Name and shame" für nicht filternde ISPs gefordert
Eine der eher skurrileren Forderungen im Kampf gegen die Kinderpornografie äußerte Parlamentsabgeordnete Margaret Moran in Großbritannien. Provider sollten offenlegen, ob sie Webseiten mit kinderpornografischen Inhalten filtern oder nicht. Auf Provider, die die Inhalte nicht blocken, solle so zusätzlicher Druck ausgeübt werden, ebenfalls die entsprechenden Inhalte zu sperren.
Dem Vorschlag werden nur wenig Chancen eingeräumt, zu geltendem Recht umgemünzt zu werden - was indessen auch zu begrüßen ist. Nicht filternde Provider werden so einerseits bekannt, die vermeintliche Anprangerung kann von der ensprechenden Interessentengruppe als Empfehlung verstanden werden, eben jene ISPs zu nutzen, welche keine Webseiten sperren.
Jeder Tag und jede Woche, die wir uns verspäten, führt zu mehr missbrauchten Kindern
, zitiert die BBC die Abgeordnete. Auf der anderen Seite führt jeder Tag und jede Woche Verzögerung dazu, dass die entsprechenden Interessenten in einem beobachtbaren Teil des Netzes verweilen, aus dem sie ohnehin schon längst zu weiten Teilen in andere Bereiche wie IRC oder Freenet abgewandert sind.