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05. Juli 2008

UK Privatsphäre vs. Google Street View

In Kürze soll auch in Großbritannien das "Google Street View Car" unterwegs sein, um Straßen und Plätze zu fotografieren, damit diese in die google-sche Software eingebunden werden können. Einige Gruppen sind über die Pläne von Google jedoch nicht sonderlich erfreut, weshalb man die Fototour mit allen Mitteln verhindern will. Zum Schutz der Privatsphäre.

Google Street View hat inzwischen über 30 Städte in den USA fotografiert und möchte nun dieses Vorhaben auch in Europa umsetzen. Die Software ermöglicht es, eine 360°-Ansicht der Umgebung aus zu tätigen. Die Position ist dabei vom Boden aus, also wie man es selbst sehen würde, wäre man am Ort zugegen. In Berlin wurde das fotografierende Auto bereits entdeckt, als es eine Fototour machte.

Nichtsdestotrotz hat das Mapping Tool bereits einen äußerst negativen Beigeschmack erhalten, da man auf den Bildern, die in den USA getätigt wurden, auch eindeutig Personen erkennen konnte. Diese wurden weder um Erlaubnis gebeten, noch wurden sie über die Aufnahme an sich informiert. Die abgelichteten Darstellungen reichten dabei von einem simplen Herumstehen, über (nackt) Sonnen badende Personen, hin zu Bildern auf denen Mann erkennen konnte, wer gerade ein Bordell verlässt.

Solche Darstellung fürchtet auch die "Britain Privacy International" Vereinigung, welche nun mit allen juristischen Mitteln gegen die Fototour von Google vorgehen möchte. Nachdem man Google aufgefordert hatte, Fotografien von Personen zu unterlassen, war deren lapidare Antwort, man würde gerade einen Algorithmus entwickeln, welcher Gesichter aus den Bildern entfernt.

streetview Die Vereinigung war darüber nicht sonderlich erfreut, zu oft schon hätte Google seine Kunden mit solch fadenscheinigen Ausreden umwickelt. Als bestes Beispiel hierfür nennt die Gruppe die angebliche geplante Veröffentlichung eines Kompendiums, in welcher die Google-Kunden über die Art und Weise aufgeklärt werden, wie man mit deren Daten umgeht. Bis heute sei ein solches Werk nicht erschienen. Simon Davis, von Britain Privacy International setzt die Zeichen auf Sturm:"Google denkt von sich selbst, dass man ein Global Player sei. In Wahrheit verhält man sich aber wie ein unverantwortliches Kind. Es ist Zeit, dass diese Firma die Verantwortung für ihre Handlungsweisen trägt, damit sie endlich das Richtige tun." Gegenwärtig überlegt man sogar, den Datenschutzbeauftragten um Hilfe zu ersuchen.

(via inquirer & bbc thx!)

(Bild via seekxl thx!)

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