gulli: UK: Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen

Anzeige

gulli:Newsbox

29. Juli 2008

UK Polizei muss Online-Kriminalitätskarte bereitstellen

Vor wenigen Tagen hatten wir über einige interessante wie auch umstrittene Online-Projekte berichtet, welche dem User beispielsweise die Möglichkeit bieten, seine Nachbarschaft zu bewerten. Ein entsprechendes Projekt soll jetzt die britische Polizei umsetzen.

Dass die britische Regierung keine Ahnung hat, was sie mit ihren Daten machen soll, ist inzwischen ausreichend bekannt. Umsonst hat man keinen Wettbewerb ausgeschrieben, welcher entsprechende Verwendungsvorschläge mit Preisgeldern belohnt.

Nun ist man aber scheinbar selbst auf die zündende Idee gekommen, was man mit den gesammelten Datensätzen anfangen könnte. Die Polizei soll interaktive Karten auf ihren Websites bereitstellen, auf welchen sich Dritte über die kriminellen Aktivitäten ihres Viertel informieren können. Ein ähnliches Projekt hatten wir bereits vor einiger Zeit vorgestellt, bei dem wiederum jeder jeden bewerten konnte, um somit ein Bild der Nachbarschaft zu prägen. Dieses Kartenmaterial basiert dabei jedoch nicht auf den subjektiven Einschätzungen einer dritten Person, sondern auf den Ermittlungsdaten der jeweiligen Polizei. In erster Linie soll es helfen, die Bevölkerung über die Sicherheit ihres Viertel zu informieren, so eine Äußerung aus dem Home Secretary. Bis Ende des Jahres sollen dann alle Polizeikräfte auf der Insel eine solche Karte auf ihren Websites bereithalten.

"Indem wir aktuelle, interaktive Kriminalitätskarten bieten, können wir die Menschen besser über die Verbrechensproblematik in ihrem Viertel informieren, so dass sie viel mehr Mitspracherechte erhalten, worum sich die Polizei kümmern soll", so Jaqui Smith. Auch Sir Norman Bettison, Vorsitzender der Association of Chief Police Officers (ACPO) sieht in dieser Entwicklung die Zukunft der Polizei: "Das erfüllt die Schlüsselaufgabe, die Bevölkerung zu informieren, so dass diese sich ein wahres Bild von der Kriminalität machen kann, um somit der Polizei zu helfen, dies zu verändern." Es bleibt zu hoffen, dieses Modell wird in Deutschland bei den Entscheidungsträgern niemals Anhänger finden. (Firebird77)

(via computing, thx!)

  • Zitat: Zitat von MSX  Ohja, das Szenario von Loddafnir und titus_shg ist auch sehr realistisch und nicht so weit hergeholt. Echt? Die schmeißen da mit Flaschen auf Polizeiautos? Ich hab sowas ähnliches nur einmal in einer Doku über Berlin gesehen, Dann lies mal dieses.. http://www.welt.de/politik/arti2259167/Die_Angst_der_Polizisten_in_deutschen_Staedten.html Loddafnir

    Loddafnir am 29.07.2008 20:55
  • Tja, das hat die Politik ja sauber hingekriegt.... Und ausbaden müssen es die Polizisten. Scheiss-Spiel. MfG Andy

    titus_shg am 29.07.2008 21:30
  • Loddafnir, danke für den Link. Ja, sowas in der Art hieß es damals in der Doku glaub auch über Teile von Berlin. Da hat die Politik aus meiner Sicht wirklich versagt und es tut mir in der Tat für die Exekutive leid, die sich dann von denen eine aufs Maul hauen lassen muß, ebenso für die Menschen, die in solchen Vierteln hausen müssen und ihr Leben noch perspektivloser erscheinen lässt, als es eh schon ist.

  • Interessanter Link. Wer dich mir gleich mal durchlesen. Aber erstmal etwas Kritik: Da sind elf (11) Bilder eingebettet, wenn man sich nun das Sechste genauer ansieht, stellt man eines fest: Das ist nicht besonders aktuell. [img]http://www.welt.de/multimedia/archive/00619/krimi_bremen_jpg_DW_619094g.jpg[/img] Grundsätzlich gibt es sicherlich ein "Problem", aber der Artikel ist nicht unbedingt sachlich geschrieben. Teilweise sind die ...

    Schattenspieler am 30.07.2008 19:04
  • © copyright 1998-2009 gulli.com  | home | sitemap | kontakt | impressum | partner | downloads |