gullinews am Dienstag, 08.07.2008 20:41 Uhr
Wenn sich die Regierung bei Videogames einschaltet, verheißt dies in der Regel nichts Gutes. Wie sich die Intervention diesmal auswirken wird, lässt sich vorab schwer abschätzen. Gegenwärtig forderte man beide Parteien lediglich dazu auf, endlich zu einer Einigung zu gelangen, da es mit den Auseinandersetzungen so nicht weitergehen könne.
Hauptdiskussionspunkt ist das Altersverifikationssystem der beiden Parteien. Jeder betrachtet - wie sollte es anders sein - das eigene System als das Beste, weshalb es für zukünftige Game-Releases angewandt werden soll. Margaret Hodge, die britische Kultusministerin, forderte die BBFC sowie die ELSPA dazu auf, endlich zu einer Übereinkunft zu gelangen, welche beide Parteien zufrieden stellen könnte. Schließlich müssten die Kinder vor "gewaltverherrlichenden Spielen" geschützt werden.
Die BBFC setzt dabei auf ihr Alterssystem, das in identischer Form bei Filmen zum Einsatz kommt. Dabei wird die Altersgrenze einfach direkt angegeben. Man verwendet dabei die Werte U, PG, 12, 15, sowie 18. Die Konkurrenz setzt dabei eher auf kleine Bilder, welche den Inhalt des Spiels verdeutlichen sollen. Eine Spinne beispielsweise soll auf Furcht einflößende Inhalte hinweisen. Während man sich gegenseitig mit den ärgsten Beschimpfungen versucht vom Feld zu drängen, scheint man die wesentlichen Elemente zu vergessen. Das beste Verifikationssystem nützt keinem etwas, wenn die Spiele dennoch an Personen verkauft werden, die das geforderte Mindestalter des Spiels nicht vorweisen können. Zumindest könnte man bei den beiden Vereinigungen nun einen neuen Sündenbock finden, sollte ein Amoklauf stattfinden. Schließlich haben sie eine altersgerechte Bewertung durch endlose Debatten hinausgezögert. Vielleicht trifft es dann einmal die richtige Partei - die Industrie - und nicht die Falschen - die Gamer.
(via reghardware thx!)
(Bild via jeuxvideo thx!)
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gullinews am 08.07.2008 18:39:36: |
Karan2k6 am 08.07.2008 19:11:36: |