gulli: UK: Kinder müssen vor der "dunklen Seite des Internets" geschützt werden

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31. Juli 2008

UK Kinder müssen vor der "dunklen Seite des Internets" geschützt werden

Die Abgeordneten des englischen Parlaments sehen insbesondere in Videoportalen wie YouTube eine immense Gefahr, weshalb sie weit reichende Maßnahmen fordern, um Kinder vor den negativen Einflüssen der Welt zu schützen.

Regelmäßig werden auf YouTube Videoclips veröffentlicht, die eindeutig gewalttätiges oder sexuelles Material beinhalten. Da YouTube ohne Probleme auch von Minderjährigen besucht werden kann, sieht ein englisches Komitee dies als größte Gefahrenquelle an, die es für Kinder gibt.

Um die Kinder zu schützen, sollen weit reichende Maßnahmen getroffen werden. Dazu gehört unter anderem der Vorschlag, bereits die Veröffentlichung solcher Videos zu unterbinden. Eine Idee, die sich leider nicht in die Realität umsetzen lässt, wie eine Sprecherin von YouTube bestätigte. So würden pro Minute rund 10 Stunden Material hochgeladen, welches unmöglich im Vorfeld gesichtet werden kann.

Man setze vielmehr auf die Community selbst, wie sie erklärte: "Wir vermitteln der Community das Regelwerk und bieten von jeder Seite einen direkten Link an, um Videos mit bedenklichen Inhalten zu melden. In Anbetracht des Volumens, welches bei uns regelmäßig hochgeladen wird, ist dies bei weitem die beste Lösung, um die verschwindend geringe Zahl an Videos, welche gegen das Regelwerk verstoßen, unverzüglich offline zu nehmen."

Der Vorsitzende des Komitees, welches sich dieser Problematik angenommen hat, John Whittingdale, genügt diese Aussage jedoch nicht. Er hat ein klares Bild von der Sachlage: "Es gibt eine dunkle Seite im Internet, und viele Eltern sind zurecht darüber besorgt, was Youtube, Kinder, Schläger, Gewaltihre Kinder dort erleben könnten. Der Großteil der Internetindustrie zeigt sich gerne als aktiv handelnd und viele Unternehmen haben bereits weit reichende Maßnahmen ergriffen, um verletzliche Menschen vor Gefahren zu schützen. Jedoch muss noch mehr getan werden." Konkret schlägt man einen Software Filter für Inhalte vor, die nicht ins gewünschte Schema passen, um die Kinder vor der dunklen Seite zu schützen. Eigentlich nichts anderes als eine automatische Zensur, die man durchaus noch erweitern könnte. Möge die Macht, nicht mit ihnen sein. (Firebird77)

(Text via news.sky, Bild via CNET, thx!)

  • Zitat: Zitat von beeze  Dafür sollten aber die Eltern und nicht der Staat zuständig sein! Exakt. Nur daran verdient niemand was.... MfG Andy

    titus_shg am 10.01.2009 17:47
  • Eben, das ist es doch, was heutzutage eines DER Probleme darstellt: Die Abgabe von Verantwortung gegen Geld. Ob das nun das Erziehen der Kinder ist, das Sauberhalten der eigenen Stadt oder weiß der Geier. Überall wird quasi "outgesourced", weiß Gott nicht nur in der Witschaft. Und wenn dann diejenigen, die dafür bezahlt werden, ihren Job nicht so machen, wie gedacht, dann meckert man rum - aber mehr dan auch nicht. Aber für die ist es eben ...

    Schattenspieler am 10.01.2009 18:30
  • Zitat: Zitat von Schattenspieler  Eben, das ist es doch, was heutzutage eines DER Probleme darstellt: Die Abgabe von Verantwortung gegen Geld. Richtig. Das Schlimmste daran ist aber, dass den Eltern der "alles-so-bequem-sicher-und-einfach-Generation" damit vorgegaukelt wird, sie müssten überhaupt nichts mehr tun, weil die (irgendwann bestimmt staatlich vorgeschriebene) Software mit einem Klick ...

    titus_shg am 10.01.2009 19:42
  • Was täten wir nur ohne die alten RAR-to-ichkannsabspielen-Konverter. ^^ Ich meine, natürlich ist es schön, wnn den Eltern ein gewisser Teil der Erziehungsarbeit abgenommen wird. Und das ist sicherlich nicht falsch. Aber wenn der Eindruck entsteht/aufkommt, daß damit alles abgedeckt sei, muss man als Staat gegensteuern. Das passiert aber nicht und viele eltern scheinen da von selbst nich drauf zu kommen. Und so wächst eine (Teil-)Generation ...

    Schattenspieler am 10.01.2009 20:19
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