Kürzlich haben eine Million Nutzer von BT eine E-Mail bekommen, die über das Gnutella- oder BitTorrent-Netzwerk Musik geladen haben. Die E-Mail soll auch Beweise des Transfers inklusive Filenamen, Uhrzeit und IP-Adresse beinhalten. Die Daten wurden mithilfe der BPI gesammelt. Bislang ist unklar, ob sich die BT ebenfalls am "three strikes" Programm von Virgin Media und Tiscali beteiligen wird.
Für den Fall, dass man beweisen kann, dass die Kunden nach Erhalt der Warnung weiterhin urheberrechtlich geschütztes Material austauschen, will man deren Zugänge aber in jedem Fall dicht machen. Teilweise hatten sich die Angeschriebenen beklagt, sie hätten selber überhaupt keine Filesharing-Clients installiert. Diese wurden darüber aufgeklärt, sie müssen selbstständig für eine Sicherung ihres Wi-Fi Netzwerkes sorgen. Der britische Interessenverband der Musikindustrie BPI hat offensichtlich mit Erfolg erneut Einfluss auf die Internetanbieter ausüben können. Der ISP indes ist offensichtlich primär an einer Entlastung des eigenen Traffics interessiert.
Es bleibt zudem abzuwarten, ob die Pläne des gestern bekannt gewordenen "Musiktauschabos" in Großbritannien in die Realität umgesetzt werden können. In diesem Fall wären solche Drohgebärden nicht mehr nötig. Anderenfalls werden sich die Anwender auf andere Dienste wie One-Click Hoster oder Usenetprovider konzentrieren. Dann würde lediglich eine Verlagerung der Beschaffungskanäle stattfinden.
(via WHIR.com, thx!)
| 19 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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nagini am 28.06.2008 10:43:14: |
Hadron am 28.06.2008 11:12:23: |
nagini am 28.06.2008 11:47:03: |