gulli: UK: Abgemahnte Filesharerin muss 20.000 Euro zahlen

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19. August 2008

UK Abgemahnte Filesharerin muss 20.000 Euro zahlen

In Großbritannien wurde eine Mutter nun vom London Patents County Court dazu verurteilt, rund 16.000 Britische Pfund zu bezahlen, nachdem sie angeblich das Spiel Dream Pinball 3D in Tauschbörsen zur Verfügung gestellt hatte. Die Beweise für ihr Vergehen erbrachte dabei das Schweizer Unternehmen Logistep AG.

David Gore, der Anwalt bei der mit dem Fall beauftragten Rechtsanwaltskanzlei Davenport Lyons, sieht diesen erneuten Sieg wohl als einen glorreichen Erfolg an. Dieser würde die Rechtmäßigkeit der Jagd nach Filesharern untermauern, welche der Industrie vermeintlich erhebliche Verluste zufügen.

dream"Die Schadensersatzsumme sowie die Kosten, die durch das Gericht festgestellt wurden, sind immens und sollten eine abschreckende Wirkung haben", so Gore, "Dies hat gezeigt, dass es eine wichtige und effektive Waffe im Kampf gegen Online-Piraterie ist, direkte Schritte gegen die Verletzer zu ergreifen. Sie war die Erste von vielen. Es war immer vorgesehen, dass da noch mehr kommen." Seiner Aussage nach seien Informationen zu tausenden Filesharern bekannt, gegen die man nach diesem wichtigen Sieg jetzt gerichtlich vorgehen wolle. Wie der Prozess konkret abgelaufen ist, liegt gegenwärtig noch im Dunkeln. Laut Aussagen von Nachbarn handelt es sich bei der Verurteilten jedoch um eine alleinerziehende Mutter, die das Spiel in Tauschbörsen verbreitet haben soll. Das Gericht sah dies scheinbar als erwiesen an, und verurteilte die Frau zu einer Schadensersatzsumme von 6,086.56 Britischen Pfund zuzüglich 10.000 Britischen Pfund an Kosten, welche diese bis zum 25. August beglichen haben muss, um weiteren rechtlichen Schritten zu entgehen. Neben ihr droht vermeintlich auch noch 100 weiteren Personen ein Verfahren, wie von der Kanzlei bereits vor rund einem Monat angekündigt wurde.

Interessant wäre es natürlich zu erfahren, ob man sich hier explizit die Personen herausgepickt hat, die die Schreiben ignoriert hatten oder keinen Rechtsanwalt konsultierten. Vielleicht versucht man es aber auch mit einer Methode, die sich bereits vor einigen Wochen bewährt hatte. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch bereits 4 Filesharer in England verurteilt. Jedoch ergingen lediglich Versäumnisurteile gegen diese, da die Betroffenen nicht im Gericht erschienen waren. (Firebird77)

(via news.bbc, thx!)

(Bild via empik, thx!)

Update: Ein englisches Portal berichtet, dass es sich bei dem Urteil lediglich um ein Versäumnisurteil handelt, da die Person nicht zum Gerichtstermin erschienen ist.

  • Das ganze gibt mir hier doch schon ein wenig zu denken. Wäre denn eine "sichere" Alternative usenet?

    SiskoSlick am 21.08.2008 14:39
  • Zitat: Zitat von SiskoSlick  Das ganze gibt mir hier doch schon ein wenig zu denken. Wäre denn eine "sichere" Alternative usenet? Eine gute Alternative bietet sich für Dich in Form von einem Viereck mit Sand drinnen. Kurz: Sandkiste

  • ...Und für Dich wäre ein Rechtschreibkurs eine gute Alternative. Kurz: Mit Schule schmeißen nach der 6. Klasse kommt man nicht weit

    SiskoSlick am 21.08.2008 20:38
  • alles geht langsam den bach runter... es nimmt seinen lauf, das ENDE DER WEEEEEEEEEEEEEEEEELT!!!

    !AntiDekoration am 22.08.2008 01:07
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