gulli: Ubuntu: Mit dem Privacy Remix gegen den Bundestrojaner

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23. November 2008

Ubuntu Mit dem Privacy Remix gegen den Bundestrojaner

Einer zwölfmonatiger Vorarbeit vorausgehend steht das BKA-Gesetz zur Verabschiedung im Bundestag bereit. Passend dazu stellt sich nun das freie Projekt "Ubuntu Privacy Remix" der Öffentlichkeit vor. Ziel: Eine Arbeitsumgebung auf dem Rechner, garantiert frei von staatlicher Überwachung.

Der Ubuntu Privacy Remix sieht sich als einen "Schutz vor dem Bundestrojaner sowie anderen Bespitzelungsmaßnahmen". Genauer gesagt handelt es sich dabei um eine Live-CD, welche selber, wie es der Name vermuten lässt, auf Ubuntu Linux aufsetzt - die jedoch entsprechend modifiziert wurde. Der Privacy Remix ist jedoch nicht für eine dauerhafte Installation auf der Festplatte gedacht. Was aber kaum verwundert: Ziel des Projektes ist es, eine geschlossene Arbeitsumgebung zur Verfügung zu stellen, in der vertrauliche Daten sicher bearbeitet sowie ver- und entschlüsselt werden können. Das auf dem dafür verwendeten Computer installierte System bleibt dabei unangetastet. Dies hat den großen Vorteil, dass keine zusätzliche Software installiert werden kann und das System somit immun gegenüber jeglicher Staatssoftware ist.Das genaue Ziel des Projektes ist es, jegliche Daten gegenüber unbefugten Zugriffen zu schützen. Aus diesem Grund werden Truecrypt und GnuPG zur Verschlüsselung bereitgestellt. Doch Verschlüsselung alleine reicht nicht aus, um zu verhindern, dass unbefugte "Mitleser" auch versuchen könnten, vor der Ver- oder nach der Entschlüsselung die Daten zu stehlen. Deswegen wird empfohlen, dass die Bearbeitung sowie die Ver- und Entschlüsselung von Daten mit hoher Vertraulichkeit in einem System erfolgen, welches keinen Kontakt mit einem nicht vertrauenswürdigen Netz hat. Darunter fällt beispielsweise das Internet, aber auch im eigenen Netz können Gefahren lauern. Darum empfiehlt das Projekt zudem von einer Bearbeitung abzusehen, sofern sich Daten unverschlüsselt auf Festplatten speichern lassen können. Zudem sollte sichergestellt werden, dass sich keine Schadsoftware auf dem System installieren lassen kann. Und genau diese Sicherheit möchte Ubuntu Privacy Remix geben.

Nach Angaben des Projektes sei das System vollkommen abgeschottet. Dazu zählt auch, dass sich keine Netzwerkhardware aktivieren lassen kann. Weiterhin beruht die Live-CD vollständig auf freier Software, sodass man den Quellcode jederzeit auf seine Funktionsweise überprüfen kann, um die Aussagen des Projektes zu verifizieren.

Ubuntu Privacy Remix, Ubuntu, Privacy, Remix, Privacy Remix, Bundestrojaner Um die Arbeit mit einem unveränderlichen System ein wenig kompfortabler zu gestalten, bietet der Ubuntu Privacy Remix weiterte Truecryptvolumes an, welche eine Reihe von Programmkonfigurationen, wie GnuPG-Einstellungen, OpenOffice-Rechtschreibprüfung und andere, dauerhaft und sicher innerhalb des verschlüsselten Volumes speichern können. Die gespeicherten Daten stehen dann sofort nach dem Öffnen des Volumes zur Verfügung.

Ubuntu Privacy Remix kann von der Projektseite heruntergeladen oder anhand einer Anleitung selbst erstellt werden. (_Benny_)

(via Ubuntu Privacy Remix, thx!)

  • Ich kenne keinen Paketmanager der verschlüsselt Daten überträgt. Und das bringt keine Sicherheit, die würden im Falle eines Falles einfach zum deutschen Mirror gehen und um Kooperation "bitten". Und Minix ist schon sehr anders als normale Unixe, das ist ein Mikrokernel... schau doch mal auf der Homepage wie wenig unter Minix läuft, das portieren ist nicht wirklich einfach Nene... ich arbeite einfach nurnoch mit selbst geschriebener software ...

  • Zitat: Zitat von Dekar  Ich kenne keinen Paketmanager der verschlüsselt Daten überträgt. Ich auch nicht. Apt von debian vergleicht nach dem download aber die originalsignatur mit der des downloads. Stimmt diese nicht überein wird ausdrücklich vor einer installation auf grund möglicher manipulationen gewarnt. Dabei muß lediglich die signatur verschlüsselt übertragen werden, was das ganze wesentlich ...

    gunknown am 25.11.2008 12:44
  • Mach doch... ich vermute wenn Du denen wichtig genug bist steigt auch der von denen betriebene Aufwand, für den NASA Hacker haben die Amis auch 400k$(?) ausgegeben. Und vielleicht haben die Abkommen, sie bekommen das Passwort zum Amerikanischen Bundestrojaner wenn die Amis das von Deutschen bekommen Ich nutze weiter den deutschen Mirror und mach mir keine Panik

  • [quote=kuskus86]ich warte ja immer noch auf die news meldung "bundestrojaner erfolgreich auf mac osx und linux erfolgreich getestet." Das wäre aber sehr Erfoglreich²

    sirhanskopf am 09.12.2008 00:09
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