Der in Kapstadt lebende Mark Shuttleworth ist nicht nur für seinen Trip ins Weltall bekannt. Er ist auch der Initiator der beliebten Linux-Distribution Ubuntu. Diese Woche hat sich Shuttleworth über die kommende Ausgabe des freien Betriebssystems ausgelassen. Auf welche Funktionalitäten und Schwerpunkte bei Karmic Koala gesetzt werden soll, ist nun bekannt.
Die Spatzen pfeifen den Trend der Zeit bereits von den Dächern. Und immer mehr Unternehmen steigen ein, in das sog. Cloud Computing. Nun will man auch bei Ubuntu auf diese Technologie setzen und für Anwendungen die Rechenleistung mehrerer entfernter Systeme zur Verfügung stellen. Daher wird die Serverfunktionen mit Amazon Machine Images (AMI) ausgerüstet werden. Angestrebt wird dadurch eine leichtere Nutzbarkeit des Elastic Cloud Computing (EC2).
Und dem ist hinsichtlich der Wolke noch nicht genug. Die Entwickler arbeiten an einem Framework, mit dem sich auf einfache Weise Cluster für das Cloud Computing aufbauen lassen. Bei diesem Schritt ist man auch hinsichtlich des Energieverbrauchs bedacht. Bei geringer Auslastung sollen sich Rechner automatisch abschalten lassen. Somit könnte diese Technik besonders für Rechenzentren von Relevanz sein.
Neben all diesen Aspekten, die hauptsächlich den Serverbetrieb betreffen, gibt Shuttleworth auch einen Ausblick auf die Desktop-Variante. Vorrangiges Ziel ist dabei ein schnellerer Startvorgang. Ein überarbeiteter Login-Bildschirm soll ebenfalls dazu kommen. Nicht vergessen werden soll auch die Hardware-Unterstützung. Diese will man besonders in die Richtung von Netbooks anpassen. Mit mehr Informationen zum Nachfolger von Ubuntu 9.04 "Jaunty Jackalope" ist auf der Ubuntu Developer Summit im Mai zu rechnen. Der Releasetermin ist für Oktober 2009 angesetzt. (gS-)
(via gizmodo.com, thx!)
| 23 Reaktionen aus dem gulli:Board |
|---|
Dekar am 23.02.2009 18:42:39: |
bammmm am 25.02.2009 12:59:15: |
Toady am 26.02.2009 21:53:31: |