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25. Juni 2008

U2 Bono widerspricht seinem Manager

Bono von der Gruppe U2 hat kürzlich seinem Manager widersprochen. Er bezeichnet den Radioheads Release von "In Rainbows" als mutig und einfallsreich. Paul McGuinness, der Manager der irischen Rockband hatte die Mitglieder von Radiohead kürzlich heftigst kritisiert.

Bono bezeichnete das zahl-so-viel-du-willst Experiment als einfallsreich und couragiert. Sie hätten lediglich neue Wege gesucht eine neue Beziehung zum Publikum herzustellen, so der Frontmann zu Journalisten der wöchentlich erscheinenden Musikzeitschrift New Musical Express (NME). Laut Bono ist die Gruppe Radiohead sehr talentiert und man könne sich glücklich schätzen, zur gleichen Zeit aktiv zu sein.

Dem eingeschlagenen Weg von Radiohead will man aber nicht folgen. Das neue Album der Gruppe soll ganz regulär veröffentlicht werden. So viel Mut wollen die Multimillionäre von U2 wohl doch nicht aufbringen. Der Manager hatte sich darüber beschwert, dass beim Musikbusiness viel zu wenig der erwirtschafteten Gelder ankommen würden. Silicon Valley soll laut McGuinnes endlich Abschied von seinen "Hippie-Werten" nehmen und den "wahren Wert von Musik erkennen". IT-Firmen und Provider sollen stattdessen die Verantwortung für den Schutz der Musik übernehmen. Vor allem die Provider sollen ihre Gewinne mit der Musikindustrie teilen. Außerdem titulierte er die Vermarktungsstrategie von "In Rainbows" als totalen Fehlschlag und bezeichnete 60 bis 70 Prozent aller Downloader des Albums als Diebe. McGuinness dazu: "Gerade weil es auf deren Website für umsonst zu haben war, wenn das der gewünschte Preis für jemanden ist, so haben doch 60 bis 70 Prozent aller Downloader nichts anderes getan, als die Tracks zu stehlen, obwohl es kostenlos war!"

Klarer kann man sich nicht ausdrücken und besser kann man die eigenen Konsumenten kaum vergraulen. Ob er die Bedeutung des Gruppennamens in "U2 = auch du musst zahlen" ändern will? Wie auch immer: Keiner hätte uns besser davon überzeugen können, wie überholt die alten Vertriebsmethoden der Musikindustrie schon jetzt sind, danke Mr. McGuinness!

(via rolling stone, thx!)

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