gulli: Trotz Kameraüberwachung: Kinder tracken per Schuluniform in Großbritannien gewünscht

gulli:Toolbox

Voting

Worüber wollt ihr mehr News?
Netzwelt
Untergrund
Filesharing
Datenschutz
Hacking
Demoszene
Mobiles (Handy)
Linux
Feature (Gulli Glosse)
24. August 2007

Trotz Kameraüberwachung Kinder tracken per Schuluniform in Großbritannien gewünscht

Man sollte meinen, im Land mit der höchsten Überwachungskameradichte Europas fühlen sich die Bürger sicher und geborgen. Großbritanniens Eltern denken anders und wünschen sich Schuluniformen mit eingebautem Satellitentracker, um ihre Kinder überwachen zu können. Auch in Mode: Stichfeste Kleidung aus Kevlar.

59% der vom Hersteller Trutex befragten Eltern zeigte Interesse an einem Trackingsystem, eingenäht in die Schuluniform, um Kinder per Satellit anpeilen zu können. Auch gegen den Willen der Kinder, die mit steigendem Alter vermehrt angaben, für solche Spielereien nichts übrig zu haben. Trutex "erwägt ernsthaft", eine solche Kollektion satelliten-peilbarer Uniformen in sein Angebot aufzunehmen.

Denn 44% der Eltern seien um die Sicherheit von Kindern besorgt - trotz der höchsten Kameradichte in Europa, die nach Logik der Überwacher Großbritannien zum beschützten Kinderparadies und Wohnstatt sorgenfreier Eltern machen müßte. Mitnichten. Trotz Überwachungswahn ist das Sicherheitsgefühl der Eltern offenbar sehr eingeschränkt. Ironischerweise würde die satelliten-peilbare Kleidung exakt gar nichts bewirken, würde das Kind überfallen, zusammengeschlagen oder in einen Verkehrsunfall verwickelt.

Und während die Sorge der Eltern um die Kinder noch als irrational, aber ungefähr nachvollziehbar durchgehen kann, ist eine weitere Erfolgsgeschichte aus dem Textilbereich auf eine durchaus erwachsene Kundschaft zurückzuführen. Hersteller BladeRunner aus Essex weitet gerade seine Kollektion an kevlarverstärkten, stichwaffensicheren Kapuzenpullis aus. Zielgruppe: Personen über 30. Aber auch besorgte Eltern schicken vermehrt die Schuluniformen ihrer Kinder zu BladeRunner. Dort wird dann Kevlar eingenäht, damit die Schüler sicherer vor Stichwaffen sind.

Ein Markt mit Zukunft. Und wenn erst mal das erste Video einer Überwachungskamera im Netz kursiert, auf der ein erfolgloses Abstechen eines kevlarverstärkten Schulkinds zu sehen ist, dürfte er explodieren. Zusammen mit dem für Kameras.

  • 21 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Zitat von nIdzzllll- Echt toll mit was für Ideen man heutzutage Geld verdienen kann. ... und wenn man ein wenig "paranoid" ist, stellt man sich dann uU die frage ob es denn für den staat wirklich wünschenswert wäre, wenn die kriminalitätsrate sinken würde. zumindest in der usa is die rüstungsindustrie ja das um und auf.

  • Einnähen? Wie ineffektiv! Implantieren - bei Geburt! Aber das mit dem Kevlar, das geht mir dann doch zu weit... Ja...

    wharfinger am 25.08.2007 20:20
  • Naja,bis zur 4./5. ist das viell. noch verständlich aber dann wäre es mir persönlich zu blöd. MfG, Fauchi95 PS: Wer hat gesagt das man das Ding bei einem Freund nicht einfach ausziehen kann und dann weiterzieht. (Wenn es in der Schuluniform ist)

    Fauchi95 am 26.08.2007 19:52
  • -bin auch dafür, man sollte nen Chip bei der Geburt den Babys implantieren. Mit Peilsender. Und sollte am besten noch das, was das Kind sieht der live-stream an die Datensammelbehörde ihres Vertrauens senden.

© Copyright 2008 gulli.com  | home | sitemap | kontakt | impressum | Partner | downloads |