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23. März 2007

Tribler Filesharing 2.0, Version 3.6.0

Best of both worlds: Die Leistungsfähigkeit des BitTorrent-Protokolls mit der Selbstorganisationsfähigkeit des Web2.0 soll das Projekt Tribler verknüpfen. Nach längerer Pause ist nun eine neue Version erschienen, versprochen wird eine Reihe technischer Updates. Tribler soll die Torrent-Distribution durch typische Communityfunktionen wie Tagging, Empfehlungen und Gruppenbildung optimieren.

Nach einer Bugfix-Release Anfang des Monats folgt nun die 3.6 mit einer Reihe neuer Features. Tribler soll vor allem das Entdecken neuer Torrents revolutionieren - die Software analysiert die Downloadhistory des Users und gleicht sie mit der anderer Nutzer ab. Auf diese Art und Weise bilden sich Gruppen, die ähnliche Vorlieben haben, aufgrund derer wiederum noch nicht bekannte Downloads empfohlen werden.

Weitere "Friendship"-Funktionen soll das Projekt ebenfalls implementieren: Mit Tribler können auch von Hand "Freundschaftsnetze" gebildet werden, denen bevorzugt Bandbreite zur Verfügung gestellt werden, darüber hinaus soll die Software die Bandbreite zwischen verschiedenen Usern ermitteln können und daraufhin die Torrent-Distribution optimieren.

Auch Livestreaming via P2P ist bereits testweise implementiert. Der Client ist inzwischen unter Windows und MacOs lauffähig, ebenso existiert bereits eine experimentelle Debian-Portierung.

Mit der Implementierung typischer Web2.0-Techniken werden natürlich auch Features übernommen, die nicht jedermanns Sache sind: viele User dürften wenig Interesse daran haben, ihre Downloadhistory zu sharen, auch wenn sie anschließend thematisch passende, neue Tauschangebote finden. Diese Option ist bei Nichtgefallen abschaltbar.

Tribler ist ein OpenSource-Projekt, das in Kooperation von Forschern der Universitäten Delft, Amsterdam und Twente entwickelt wird. Im vergangenen Jahr wurde es mit dem Vosko-Preis für Business und Innovation ausgezeichnet. Der Preis war mit 10.000 Euro dotiert.

  • 5 Kommentare zum Artikel
  • Stell dir "MySpace" mit Bittorrent und Google kombiniert vor. Füge dann noch die allseites bekannte Sicherheit MySpace und die Anonymität von Goggle diesem Mix hinzu, dann kommst du Tribler recht nahe. Ohne Anonymisierungslayer I2P kannst du das Ding wirklich nur für legale Torrents verwenden.

    quasimodo2000 am 24.03.2007 14:14
  • Ich möchte fast mal tippen, das diese P2P Apps 2.0 zu einer Abmahnwelle 2.0 führen werden

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