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03. August 2007

Transformers, 20 Sekunden 2.500 Dollar und ein Jahr Knast für Teenie drohen

Die "Zero Tolerance"-Politik gegen Camripper zeitigt die ersten absurden Folgen. Ihren Bruder wollte sie mit einem 20-Sekunden-Ausschnitts von "Transformers" zum Kinobesuch bewegen, nun drohen einem 19jährigen Mädchen 2.500 Dollar Geldstrafe und Haft.

Jhannet Sejas feierte ihren Geburtstag und hatte sich die Digitalkamera ausgeliehen, um Erinnerungen an den Tag festzuhalten - nur hätte sie das besser nicht auch im Kino getan. Das Personal bemerkte, dass Sejas für einige Sekunden die Kamera verwendete und alarmierte sofort die Polizei. Das Mädchen wurde verhaftet. Die Kinobetreiber lassen den Fall weiter verfolgen, weshalb dem Mädchen Geld- und Haftstrafe drohen. Sejas wollte den Clip ihrem 13jährigen Bruder zeigen.

Angesichts der Milliardenverluste, die durch Camripping entstehen, habe man sich zu einer "Zero Tolerance" - Politik entschieden, so ein Berater des Verbands der Kinobetreiber. Man könne nicht von den Kinobetreibern erwarten, dass sie zwischen "gutem" und "bösem" Diebstahl unterscheiden.

Bis zum Prozess am 21. August hofft die Verteidigung des Mädchens, den Fall noch klären zu können. EFF-Anwältin Cindy Cohn kommentierte, es sei vollkommen unvernünftig, ein Mädchen strafrechtlich zu verfolgen, die tatsächlich Werbung für den Film machen wollte.

Stattdessen hat der Kinobetreiber nun vermutlich eine Kundin auf Dauer verloren. Neben den drohenden Strafen erhielt Sejas lebenslanges Hausverbot.

  • 84 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Zitat von W4ker [...]Es geht darum, dass sie eine Straftat begangen hat [...] DAS steht noch nicht fest. Bis jetzt ist das nur die Meinung der Staatsanwaltschaft, welche den Richter/das Gericht gegen die Argumentation der Verteidigung durchzusetzen versucht. Zitat: Zitat von W4ker Transformers hat rund 150 Millionen US-Dollar gekostet (nur Produktion wohl ...

    Schattenspieler am 10.08.2007 16:53
  • hehe lol.. sollte natürlich heißen in Amerika, wie auch in Deutschland Ich fühle mich keineswegs angegriffen oder so. Letztlich lese ich ja in euren Posts ziemlich genau meine Meinung wieder. Nur mit Aspekten, die ich bislang noch nicht wirklich bedacht habe oder mich unverständlich ausgedrückt habe (man beachte Zeit und Datum und möge mir verzeihen ^^) Nur die Tatsache mit dem Vorsatz kann imho nie zur Gänze geklärt werden. Ich hab ...

  • Zitat: Zitat von W4ker Versteht mich bitte nicht falsch. Ich glaube auch nicht, dass sie n ripper ist aber ich bin auch nicht der zuständige Staatsanwalt und ob uns das gefällt oder nicht, er hat das letze Wort was die Anklageschrift angeht So long, W4ker Nein hat er nicht! Ob eine Anklage überhaupt zugelassen wird entscheidet der Richer. Der hört sich zuvor die Verdeitigung und die ...

    Provokateur am 11.08.2007 09:50
  • Auch hier hilft aufmerksames Lesen Ich sagte nicht, dass der Staatsanwalt dafür zuständig ist, ob das Verfahren aufgenommen wird oder nicht, sondern dass er für die Anklageschrift zuständig ist. Und da wird er nicht reinschreiben "... hätte nach 20 s auf jeden Fall abgebrochen..." sondern vermutlich eher sowas wie "... ist es zweifelhaft, dass die Angeklagte wirklich die Absicht hatte lediglich 20 s zu filmen..." ...

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