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13. Oktober 2007

TorrentSpy MPAAs widersprüchliche Haltung

Lange hat die die amerikanische Industrie gegen die Torrent-Suchmaschine TorrentSpy gekämpft. Jetzt hat TorrentSpy den Zugang für US-Nutzer geblockt. Doch die MPAA ist unzufrieden. Wieso eigentlich?

Seit über einem Jahr gibt es juristisches Gezerre zwischen dem US-amerikanischen Fimindustrie und TorrentSpy. Die Motion Picture Association of America (MPAA), die Columbia Pictures und andere Filmstudios Hollywoods vertritt, hatte TorrentSpy im Februar 2006 verklagt. Mitte des Jahres 2007 erreichte die Industrie vor Gericht einen Etappensieg: die Torrent-Suchmaschine wurde verpflichtet, Informationen über ihre Nutzer zu sammeln. Damit hätte TorrentSpy jedoch gegen die eigenen Datenschutz-Richtlinien verstoßen und das Vertrauen der User vollends gebrochen. Um dieses Dilemma zu umgehen, entschieden sich die Betreiber, schlichtweg alle User mit US-IPs zu blocken.

Aller Logik nach müsste sich die MPAA damit höchst zufrieden geben. Schließlich geht es dem Verband darum, den US-amerikanischen Markt vor Piraterie zu verteidigen. Hier scheint jedoch eine andere Logik am Werk zu sein. Anders lässt sich nicht erklären, warum die MPAA nun beim Gericht Beschwerde gegen den letzten Schachzug von TorrentSpy einlegte. Nach der MPAA-Argumentation würde sich der Torrent-Tracker damit lediglich vor den Auflagen drücken, Daten über User herauszugeben.

Kommentatoren vermuten, dass die MPAA in TorrentSpy einen "nützlichen Idioten" sieht, der der Industrie die Daten von potentiellen Abmahn-Opfern liefern soll. Ein den Usern hinterherspionierender Torrent-Tracker ist hiernach für die MPAA vorteilhafter, als ein vom Netz genommener. Oder, wie es ein Comment-Schreiber zum Ausdruck brachte: "Warum sollte man eine Kuh schlachten und ein paar Wochen lang Steaks essen, wenn man sie am Leben halten und jahrelang Milch trinken kann?" Nach dieser Interpretation bliebe von den hehren Intentionen des Anti-Piraten-Kampfes der Industrie nicht viel übrig. Viemehr ist man wohl daran interessiert, den Mangel eines vernünftigen Vermarktungsmodells für digitalen Content mit Abmahnungen und Gerichtsprozessen gegen "Raubkopierer" zu übertünchen.

  • 5 Kommentare zum Artikel
  • Irgendwo gab es mal ein Artikel (bei heise oder so) und da wurde berichtet, dass die Musikfirmen mitden Gerichtsverfahren nichts verdienen. Also Geld holen die sich durch die Abmahnungen nicht. Es geht wohl eher darum, dass jeder erwischt werden kann.

    maddusito am 14.10.2007 02:56
  • Zitat: Zitat von snow-cat Irgendwo gab es mal ein Artikel (bei heise oder so) und da wurde berichtet, dass die Musikfirmen mitden Gerichtsverfahren nichts verdienen. Also Geld holen die sich durch die Abmahnungen nicht. Es geht wohl eher darum, dass jeder erwischt werden kann. Ich weis ja nicht wieviel von der Rechnung von stern tv diese Woche an die Musikfirmen geht aber zumindest die Anwälte verdienen ...

    Xerebus am 14.10.2007 11:36
  • Ich würde mal sagen die machen eher Verlust durch diese Aktionen ... wieviele Leute werden aus reinem trotz [zurecht] keine Produkte mehr konsumieren ... Das bemerkenswerte an diesen Chefetagen ist wirklich diese Borniertheit mit der die Kundemwünsche bekämpft werden .

    Mr.Harmlos am 14.10.2007 17:05
  • oh man na klar machen die profit , sonst würden sie es nich machen . und die kohle können sie alleine behalten . da bekommt kein musiker was ab . die wern alles tun um auch noch legal nur für -suchanfragen- abzukassieren . aber solange ihr jede shice konsumiert , ich sag nur klingeltöne terror .

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