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13. Oktober 2007
TorrentSpy MPAAs widersprüchliche HaltungLange hat die die amerikanische Industrie gegen die Torrent-Suchmaschine TorrentSpy gekämpft. Jetzt hat TorrentSpy den Zugang für US-Nutzer geblockt. Doch die MPAA ist unzufrieden. Wieso eigentlich? Aller Logik nach müsste sich die MPAA damit höchst zufrieden geben. Schließlich geht es dem Verband darum, den US-amerikanischen Markt vor Piraterie zu verteidigen. Hier scheint jedoch eine andere Logik am Werk zu sein. Anders lässt sich nicht erklären, warum die MPAA nun beim Gericht Beschwerde gegen den letzten Schachzug von TorrentSpy einlegte. Nach der MPAA-Argumentation würde sich der Torrent-Tracker damit lediglich vor den Auflagen drücken, Daten über User herauszugeben. Kommentatoren vermuten, dass die MPAA in TorrentSpy einen "nützlichen Idioten" sieht, der der Industrie die Daten von potentiellen Abmahn-Opfern liefern soll. Ein den Usern hinterherspionierender Torrent-Tracker ist hiernach für die MPAA vorteilhafter, als ein vom Netz genommener. Oder, wie es ein Comment-Schreiber zum Ausdruck brachte: "Warum sollte man eine Kuh schlachten und ein paar Wochen lang Steaks essen, wenn man sie am Leben halten und jahrelang Milch trinken kann?" Nach dieser Interpretation bliebe von den hehren Intentionen des Anti-Piraten-Kampfes der Industrie nicht viel übrig. Viemehr ist man wohl daran interessiert, den Mangel eines vernünftigen Vermarktungsmodells für digitalen Content mit Abmahnungen und Gerichtsprozessen gegen "Raubkopierer" zu übertünchen. Verwandte News
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