Die virtuellen vielfältigen Angebote im Web 2.0, wie MySpace StudiVZ oder Facebook begeistert täglich ein Millionenpublikum. So mancher Benutzer steckt viel Zeit in sein wichtig gewordenes virtuelles Leben, genau da kommt die Idee von Taylor ins Spiel. Wenn es möglich ist, den Stellenmarkt zu virtualisieren, so müsse es in seinen Augen doch auch funktionieren den Friedhof ins Netz zu bringen. Taylor will mit Unterstützung der Investoren, zu denen unter anderem auch die "Washington Post" zählt zunächst die Todesdaten der US-Sozialversicherung veröffentlichen. Sollte es sodann nicht im Sinne der jeweiligen Angehörigen sein, dass nur statistische Details publiziert werden, so können diese gegen Bezahlung etwas daran ändern.
Weitere finanzielle Einnahmen erwartet sich Taylor durch Besucher, die erfahren möchten, wen kürzlich das Zeitliche gesegnet hat. Als Werbung sei ein Online-Rechner geplant, mit dem man angeblich ausrechnen kann, wie lange man noch zu leben hat. Die Plattform "tributes.com" will ab Juli den Hinterbliebenen dann auch ein Paketangebot von Bestattern, also ein Rundum-Paket anbieten. Die Tribute an den Verstorbenen werden Versprechungen zu Folge dann für immer aufbewahrt und die Beileidswünsche für fünf bis zehn Tage auf der Seite dargestellt.
Kritisch bleibt anzumerken, dass Änderungen in der Datenbank nur gegen Bezahlung vorgenommen werden. Dieses Projekt ist natürlich aus datenschutzrechtlicher Sicht nicht ganz einwandfrei und es gilt abzuwarten, ob "tributes.com" die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Sterbedaten erhält. Sollte das Projekt scheitern, so lohnt es sich unter Umständen mehr in den alt bewährten Grabstein zu investieren. (Autor: gS-)
(Via Wired.com, thx!)
| 20 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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gS- am 17.05.2008 22:57:29: |
crustin am 18.05.2008 19:40:00: |
friedelrausch am 18.05.2008 19:52:44: |