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14. Januar 2007

Timbalands Diebstahl wird im Netz immer populärer Nelly Furtados und Geffens Reaktion bleibt noch aus

Nelly Furtado hatte ihre fest angestammte Fangemeinde im Folklore Sektor bis sie sich drei Jahre nach ihrem letzten Album mit dem HipHop-Produzenten Tim Mosley alias Timbaland zusammen tat. Dieser hat bereits mit Szenegrössen wie Missy Elliott, Justin Timberlake oder Aaliyah zusammen gearbeitet. Auch wenn nicht alle Kritiker mit dem Werk einverstanden waren - "Loose" wurde rein verkaufstechnich ein absoluter Renner. Allerdings berichteten wir schon kurz vor Weihnachten letzten Jahres vom finnischen Musiker Tempest von Fairlight (ehemals Damage), dessen Lied offensichtlich als Grundlage für den Titel "Do it" des aktuellen Albums von Nelly Furtado benutzt wurde.

Auch dem letzten Almöli dürfte spätestens während der Fußball-EM 2004 in Portugal die sympathische Kanadierin mit ihrem Ohrwurm "Força" (Kraft) aufgefallen sein. Weniger kraftvoll erscheint dagegen die freizügige Anlehnung am freiem Musikgut des finnischen Musikers Janne Suni. Dieser hatte auf der Demoszene-Party Assembly 2000 nachweislich ein sehr ähnlich klingendes Lied unter dem Pseudonym Tempest/Damage veröffentlicht. Es scheint, der Produzent Timbaland aka Tim Mosley hat den ursprünglichen Sinn freier Musik etwas falsch interpretiert und sich am geistigen Eigentum des Finnen frei bedient. Natürlich ohne jegliche finanzielle Entlohnung oder sonstige Anerkennung. Wenn schon frei dann so richtig.

Nachdem die Diskussion schon im Dezember 2006 auf diversen szenebezogenen Seiten lief, tauchten die Anschuldigungen jetzt auf Digg.com, Slashdot.org und Somethingawful.com auf. Deren Autoren sind Freunde klarer Worte - nicht von Anlehnung, von Diebstahl ist die Rede. Auch fragt man sich, wie man eventuell verhindern kann, als Musiker selber Opfer eines vergleichbaren Plagiats zu werden.

Nun wurde ein Video auf YouTube.com veröffentlicht. In diesem wird ein direkter Vergleich zwischen dem freien Original von Tempest und der komerziellen Kopie von Timbaland vorgenommen. Die beiden Songs klingen wie aus einem Guss: Selbst gleichzeitig abgespielt entstehen keinerlei Dissonanzen. Alles Zufall? Und da Janne Suni (Tempest) nachweisen kann, dass er seinen Song schon im Spätsommer 2000 veröffentlicht hat und dieser kurze Zeit später im Archiv Scene.org upgeloaded wurde, dürfte Timbaland, Nelly Furtado bzw. ihre Plattenfirma Geffen bald in Erklärungsnöte geraten. Alleine die Tatsache, dass bei keinem Betreiber der eben genannten Internetseiten eine Abmahnung eingetroffen ist, spricht für sich. Dabei hatten die sogar Ausschnitte aus dem Mp3 des kommerziellen Liedgutes mitgeliefert, damit deren Besucher Original und die Nachahmung besser vergleichen können.


YouTube Video beweist: "Acid Jazzed Evening" &
"Do it" klingen im Vergleich wie aus einer Feder!

  • 14 Kommentare zum Artikel
  • keine panik, bald wird das original auch für alle veröffentlicht... als klingelton zu dem lied -.-

    Qgelblitz am 15.01.2007 14:59
  • Zitat: Zitat von COOP²  Heutzutage klaut doch jeder von jedem. Jeder zweite Song ist gecovert. Und Beats sind auch immer ähnlicher. Finde ich für Timbaland aber trotzdem schade da er eigentlich ein TOP Produzent ist. Top-Produzent ... Timbaland ... lange nicht mehr so gelacht. Der Typ hat mit einem Top-Produzenten weniger zu tun als Group Tekkan !!! Alles halbwegs vernünftige, was von dem bisher ...

    Da_Black am 08.03.2007 18:03
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