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04. Februar 2008

The Flashbulb Musiker uppt sein Album plus .nfo auf Torrent-Trackern

Wer sich ""Soundtrack To A Vacant Life" via Torrent lädt, wird möglicherweise eine ungewöhnliche .nfo bei den Tracks finden. Mastermind und Labelchef Benn Jordan schrieb Klartext: "Du erwartest jetzt vielleicht, dass dir erklärt wird, du schadest Musikern und verstößt so gegen ziemlich alle Copyrights. Nun, das will ich dir nicht erzählen. ... Gefällt dir das Album? Willst du bei iTunes "den Künstler unterstützen"? Lass es bleiben."

"The Flashbulb" lässt wenig gute Haare an der aktuellen Situation im Musikbusiness: bis zum Achtfachen dessen, was beim Musiker ankommt, wird bei Händlern wie Amazon oder BestBuy verdient, mit Apple liege man in einem Rechtsstreit, da von den Einnahmen mit den Tracks von Jordans Label exakt Null Prozent bei den Künstlern angekommen seien.

Online-Downloads mit DRM lehnt Jordan ab, sein eigenes Label bietet DRM-freie Downloads in lossless FLAC an. Und wer das Album von Flashbulb via Torrent gezogen hat, wird aufgefordert, bei Gefallen sein Scherflein beizutragen - jeder Betrag sei willkommen, und nach Abzug der Herstellungskosten landen über 90% der Zahlung beim Musiker.

"Wer weiß, ob mein kleiner Geschäftsplan hier neue Releases finanzieren wird - aber selbst dabei zu scheitern ist besser als das mistige Label/Verleger/Händlermodell, unter dem Musiker seit über 50 Jahren leiden."

So das Schlusswort von Jordan in seiner .nfo. Auf seinem Blog wird er nochmals deutlich: die Aktion sei ein Experiment, anders als behauptet wolle er sein Album mitnichten für lau verteilen, da weder er noch sein Label damit überleben würden. Ebensowenig gibt er sich der Illusion hin, der Weisheit letzten Schluss gefunden zu haben - für ein Stück vernünftiger und realistischer als andere Strategien hält er seinen Versuchsballon jedoch allemal:

"Ich glaube nicht, dass Spenden eine Lösung auf lange Sicht sind, aber sie sind verdammt viel besser als so zu tun, als ob 85 Prozent deiner Hörer nicht existieren."

(via)

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