gullinews am Dienstag, 11.03.2008 11:34 Uhr
<adl>Täglich sehe man, so die Plakate, tausende Menschen, Handys, Kameras... und auch tausende Bärte. Verdächtige Bärte zu melden scheint angesichts der "Schläfer"-Propaganda recht sinnvoll, das Plakatmotiv ist indessen eines der Parodien auf die Kampagne der London Met. Aber offenbar hat jemand auch diese Form des Generalverdachts zu Herzen genommen.
"Unter Berufung auf Sektion 44 des Terrorismusgesetzes von 2000 wurde ich angehalten. Der Polizist erklärte mir, ein Passant hätte mich wegen "verdächtigem Aussehen und Verhalten" gemeldet, ich hätte Kampfstiefel getragen und eine Miniaturgranate an der Halskette..."
...und einen großen Bart. Der, wie die Flickr-Kommentatoren anmerkten, hervorragend dazu geeignet ist, darin Sprengstoffe zu verstecken.
Ein Highlight der Personenkontrolle: der "Verdächtige" konnte ein Protokoll seiner Überprüfung erhalten. "Details: Terrorism Act", so der Vermerk auf dem Protokoll, in dem unter anderem auch eben der "große braune Bart" verzeichnet ist.
Die Realität, die von der Satire eingeholt wird? Umgekehrt, leider - denn die Durchsuchung des "Terrorverdächtigen" fand bereits letztes Jahr statt. Aber umso besser, dass die Londoner Mets auf die Gefahr durch verdächtige Bärte hingewiesen wird. Häuser, Handys und Kameras besitzen bekanntermaßen auch praktisch alle anständigen Menschen, die nichts zu verbergen haben.
(via)
| 14 Reaktionen aus dem gulli:Board |
|---|
Destiny666 am 12.03.2008 21:04:33: |
da_duke am 12.03.2008 21:34:23: |
am 13.03.2008 09:45:53: |