
News Redaktion am 02.10.2008, 15:07 Uhr - 357 Reaktionen im gulli:Board
Spätestens seit dem Urteil am 17. September 2008 dürfte diese Person jedem ein Begriff sein, der sich auch nur ansatzweise für das deutsche Abmahnwesen, beziehungsweise Netzkultur und Netzpolitik im Allgemeinen interessiert. Der Münchener Rechtsanwalt und Verleger Günter Werner Dörr änderte im Jahr 1980 seinen Namen auf Freiherr von Gravenreuth, indem er den Geburtsnamen seiner Mutter annahm. Anstatt uns mit ihm über juristische Spitzfindigkeiten auszutauschen, legten wir unseren Fokus stattdessen auf den Menschen, der sich dahinter verbirgt. Was um Himmels willen treibt diesen Mann bei seinen Vorhaben an? Warum war es ihm bislang unmöglich, etwas phlegmatischer und unverkrampfter zu handeln? Es hat den Anschein, seine Gegner wählt er teilweise bewusst, teilweise zufällig aus. Der ständige Zwist mit Jörg Reinholz brachte ihm zwar keine Lorbeeren aber eben auch keine rechtlichen Probleme ein. Zumindest die Auseinandersetzung mit der links gerichteten Berliner tageszeitung (taz) hat sich vor Gericht zu seinen Ungunsten gedreht. Das die Geschäftslage noch immer prima ist, wird außer ihm kaum jemand öffentlich behaupten wollen. Wie also geht die Geschichte dieses streitbaren Münchener Rechtsanwalts weiter?
News Redaktion am 17.09.2008, 21:03 Uhr - 1298 Reaktionen im gulli:Board
Freiherr Günter von Gravenreuth wurde vom Landgericht Berlin heute verurteilt, wobei das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft folgte. Die Richter verkündeten, dass Gravenreuth versuchte, sich widerrechtlich am Vermögen der taz zu bereichern. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und in einer Stellungnahme gegenüber Gulli kündigte Gravenreuth bereits an, dass Revision gegen dieses Urteil auf jeden Fall zu erwarten sein dürfte.
News Redaktion am 04.06.2008, 11:17 Uhr - 9 Reaktionen im gulli:Board
Es war ein sehr durchwachsenes Jahr für den Anti-Filesharing Dienstleister MediaDefender. Im vergangenen September wurde dem Unternehmen eine Datenbank voller interner Emails entwendet. Gefolgt von der DDoS-Attacke in der letzten Woche gegen Revision3. Somit ist es keine Überraschung, dass die Einnahmen des Unternehmens im Keller sind.
News Redaktion am 26.06.2007, 17:52 Uhr - 64 Reaktionen im gulli:Board
Wenn einem privaten Homepagebetreiber die Publikation von Bildern erlaubt wird, bedeutet dies nicht, dass diese aus redaktionellen Kontexten frei verlinkt werden dürfen. So jedenfalls das Urteil des OLG München, vor dem ein recht bekannter Rechtsanwalt gegen einen recht bekannten IT-Verlag klagte. Eine entsprechende Berufung gegen das Urteil wurde heute zurückgewiesen.
News Redaktion am 26.06.2007, 16:02 Uhr - 4 Reaktionen im gulli:Board
Erfreuliches liest man in der nun vorliegenden Urteilsbegründung der abgewiesenen Klage gegen die Plattform meinprof.de. "Psychopath" und "echt das Letzte" seien als scharfe und überspitze Äußerungen noch im Schutzbereich der Meinungsfreiheit angesiedelt. Auch das Verletzen von Prüfpflichten durch die Betreiber sah das Gericht unabhängig von der fehlenden Strafwürdigkeit der Äußerungen nicht als gegeben an.
News Redaktion am 07.07.2006, 15:17 Uhr - 25 Reaktionen im gulli:Board
Zur Abrechnung sei die Speicherung von IP-Adressen von Flatratekunden nicht notwendig, so entschied das LG Darmstadt im Verfahren Holger Voss gegen T-Online. Der Konzern wehrte sich seitdem gegen die Löschpflicht und kam ihr auch ausschließlich in Bezug auf die Daten des Klägers Voss nach. Nun beantragt T-Online die teilweise Abändeung des erstinstanzlichen Urteils sowie die teilweise Aufhebung des Beschlusses im anschließenden Berufungsverfahren. Als Grund werden spannenderweise unter anderem erhöhte Kosten angegeben.
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
Die amerikanische Fluglinie „American Airlines“ muss sich aktuell gegen Vorwürfe wehren, das Unternehmen benachteilige Kunden mit bestimmten moralischen Ansichten. Weil eine Passagierin auf ihrem T-Shirt den Spruch „If I wanted the government in my womb, I’d f*ck a senator“ trug, konnte sie nicht an Bord ihres Anschlussfliegers.
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 12:15 Uhr
Trotz der vielen Verrücktheiten der letzten 7 Tage wird es heute bei gulli.com leider keine Glosse geben. Vielleicht müssen wir uns noch -ähnlich wie der FC Bayern- aus der Schockstarre erholen, bevor wieder zu einem ironischen Wochenrückblick ausholen können. Gelegenheiten für Eigentore gab es nicht nur auf dem Rasen jede Menge.
Der US-Army-Analyst Bradley Manning wird verdächtigt, zahlreiche Geheimdokumente der USA - darunter "Collateral Murder", "Iraq War Logs" und "Cablegate" - kopiert und an die Whistleblowing-Website WikiLeaks weitergegeben zu haben. Rund um den Fall werden zahlreiche kontroverse Diskussionen geführt. Diese betreffen beispielsweise das Gesetz "Espionage Act", die Umstände von Mannings Entdeckung, eine mögliche und von der US-Regierung behauptete enge Kooperation mit WikiLeaks-Sprecher Julian Assange und die Manning zugemuteten Haftbedingungen.