
News Redaktion am 28.10.2008, 21:02 Uhr - 14 Reaktionen im gulli:Board
Im Jahr 2005 wurde in Deutschland der 16. Deutsche Bundestag gewählt. Seitdem sind die 614 Abgeordneten des Bundestages rechtmäßig im Amt - das behaupten sie zumindest. Aber war die Wahl wirklich rechtmäßig? Nachdem der Wahlprüfungsausschuss des Bundestages die Wahlbeschwerden zurückgewiesen hat müssen sich die Karlsruher Verfassungsrichter nun zum zweiten Mal mit der Rechtmäßigkeit der Bundestagswahl 2005 auseinander setzen. Nach dem Erfolg der Verfassungsklage gegen das "negative Stimmgewicht" vom 3. Juli könnte die Rechtmäßigkeit der Wahl nun aufgrund des Einsatzes von Wahlcomputern in Frage gestellt werden.
News Redaktion am 18.05.2008, 16:53 Uhr - 8 Reaktionen im gulli:Board
Der niederländischen Regierung ist eine Wahl auf elektronischem Wege momentan noch zu unsicher. Kurz vor den Gemeindewahlen wurde dort heftige Kritik an den Auszählungsgeräten geübt. Durch eine Initiative des deutschen Chaos Computer Clubs und einer holländischen Stiftung kam die Tatsache ans Tageslicht, dass die von der Firma NEDAP produzierten Computer sehr leicht zu manipulieren sind.
News Redaktion am 19.03.2008, 11:43 Uhr - 2 Reaktionen im gulli:Board
Offizieller Tatort sind inzwischen die Wahlcomputer im US-Bundesstaat Ohio. 15 Geräte hatten 2006 in einer Wahl seltsame Ergebnisse sowie verschiedene Wahlmöglichkeiten angeboten. Die Geräte wurden nun zum "Tatort" erklärt und werden untersucht. Tests der Maschinen wurden nur unzureichend durchgeführt, Spendenschecks von Wahlmaschinenherstellern werfen ebenso ein etwas seltsames Licht auf die Wahlprozeduren im Wackelstaat Ohio.
News Redaktion am 18.03.2008, 11:07 Uhr - 5 Reaktionen im gulli:Board
Geprüft und für gut befunden - mit Testberichten schmücken sich Hersteller aller Couleur gerne, zeigen sie doch, dass die Produkte halten, was sie versprechen. Gegen Testberichte haben an sich nur jene Hersteller etwas, die um die Mängel ihrer Produkte wissen und diese nach Möglichkeit verheimlichen wollen. Insofern erweist sich der US-Hersteller von Wahlmaschinen Sequoia gerade einen Bärendienst: Stanford-Prof Ed Felten darf nicht über die Geräte berichten.
News Redaktion am 28.01.2008, 10:26 Uhr - 14 Reaktionen im gulli:Board
Trotz der Freude über die Schlappe Roland Kochs führte die Wahl in Hessen zum ersten Mal drastisch vor Augen, dass einer der Grundpfeiler der Demokratie durch den Einsatz von Wahlcomputern massiv bedroht wird. Erschreckende Misstände mussten die Wahlbeobachter des Chaos Computer Club feststellen, als sie den Einsatz der Wahlmaschinen in vielen hessischen Gemeinden beobachteten. Von Transparenz und Sicherheit kann keine Rede sein, das entlarvendste Zitat liefert Frank Rieger, der aus Obertshausen vom Empfang der Beobachter mit den Worten "Sie haben hier gar keine Rechte!" berichtet.
News Redaktion am 07.01.2008, 12:04 Uhr - 11 Reaktionen im gulli:Board
Keine Wahlcomputer in der hessischen Landtagswahl: gegen den Einsatz der unsicheren Wahlgeräte hat Nicole Hornung, Mitglied der Piratenpartei Hessen in Zusammenarbeit mit dem Chaos Computer Club beim Staatsgerichtshof des Landes Hessen einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gestellt. Ziel: die Wiederherstellung des Vertrauens der Bürger in demokratische Wahlen durch das Verbot der Wahlmaschinen.
News Redaktion am 27.09.2007, 16:54 Uhr - 1 Reaktionen im gulli:Board
Die Aktion "Wir vertrauen Wahlcomputern nicht" hat Grund zu feiern: in den Niederlanden wird bis auf weiteres wieder auf Papier gewählt. Den Nedap-Wahlmaschinen, die auch schon in Deutschland zum Einsatz kamen und deren angebliche Sicherheit vom Chaos Computer Club anschaulich demontiert wurde, sind die Zulassungen entzogen worden.
News Redaktion am 02.03.2007, 10:20 Uhr - 1 Reaktionen im gulli:Board
Nach den gestrigen Äußerungen Jan Groenendaals zur Software, die auch auf in Deutschland eingesetzten NEDAP-Wahlcomputern zum Einsatz kommt, sollte sich das Thema an sich erledigt haben und künftige Wahlen wieder auf Papier stattfinden. Der CCC traut der Politik indessen keine schnelle Lernfähigkeit zu: in Zusammenarbeit mit der Wau-Holland-Stiftung startet er eine Kampagne zur Abschaffung der gesetzlichen Grundlage des Einsatzes von Wahlcomputern in Deutschland. Und dafür braucht es Geld.
News Redaktion am 01.03.2007, 10:29 Uhr - 4 Reaktionen im gulli:Board
Jan Groenendaal ist Eigentümer der Softwarefirma, die Software für den Betrieb der auch in Deutschland eingesetzten NEDAP-Wahlcomputer herstellt. Der CCC berichtet nun von seinem Versuch, die holländische Wahlbehörde zum Aufkauf seiner Firma zu erpressen. Den Gründer der Initiative "Wir vertrauen Wahlcomputern nicht", Rop Gonggrijp, bezeichnete Groenendaal als "Gesellschaftsfeind und Terroristen".
News Redaktion am 04.12.2006, 15:33 Uhr - 2 Reaktionen im gulli:Board
Die Petition für das Verbot von Wahlcomputern in Deutschland endete mit einem großen Erfolg. Eine der größten Petitionen ihrer Art wurde die Forderung zur Abschaffung der Geräte, die eine Überprüfung von Wahlergebnisse schwer bis unmöglich machen. Der Wahlprüfungsausschuss des Deutschen Bundestages wies dagegen einen Einspruch gegen den Einsatz der Geräte bei der letzten Bundestagswahl als "offensichtlich unbegründet" ab.
News Redaktion am 13.11.2006, 11:18 Uhr - 5 Reaktionen im gulli:Board
Die Gegner von Wahlcomputern bekommen weiter Oberwasser. Der für die Zulassung der Wahlcomputer zuständige Fachbereichsleiter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, Dieter Richter, bestätigte nun die Bedenken des CCC. "Es gibt bei diesem Konzept keinen absoluten Schutz gegen Insider-Angriffe," sagte Richter.
News Redaktion am 31.10.2006, 15:56 Uhr - 4 Reaktionen im gulli:Board
Wegen Sicherheitsbedenken werden zur Wahl am 22.November in Amsterdam keine Wahlcomputer eingesetzt. Die Wahrung des Wahlgeheimnisses sei mit den Geräten nicht gewährleistet. Der Chaos Computer Club weist darauf hin, dass die Probleme auch bei anderen - auch in Deutschland verwendeten - Wahlgeräten auftauchen und fordert erneut zur Unterzeichnung der Petition gegen Wahlcomputer auf.
News Redaktion am 27.10.2006, 19:04 Uhr - 6 Reaktionen im gulli:Board
Ein vernichtendes Fazit zieht der Chaos Computer Club nach der Beobachtung der Oberbürgermeisterwahl in Cottbus. Die eingesetzten Nedap-Wahlcomputer bieten außer schnellerer Auszählung keinerlei Vorteile, machen eine Prüfung der Wahlergebnisse dabei weitgehend unmöglich. "Die Teilnahme der Öffentlichkeit an den Wahlhandlungen war unzureichend gewährleistet, eine effektive Kontrolle der Wahlen und die Verifikation des Wahlergebnisses waren nicht möglich und offenbar auch nicht erwünscht."
News Redaktion am 18.10.2006, 10:36 Uhr - 2 Reaktionen im gulli:Board
"Es wird nie ein Wahlgerät geben können, das für sich allein manipulationssicher ist. Heute ist eine Sicherungsmethode 'state of the Art', morgen ist sie gehackt." Angesichts des eindeutigen Statements Herbert Schulze Geipings, Geschäftsführer der HSG Wahlsysteme GmbH, erneuert der Chaos Computer Club seine Forderung nach einem Verbot von Wahlcomputern. Die HSG vertreibt Nedap-Wahlcomputer in Deutschland.
News Redaktion am 06.10.2006, 12:04 Uhr - 4 Reaktionen im gulli:Board
Der Chaos Computer Club und die niederländischen Kollegen der Kampagne "Wir vertrauen Wahlcomputern nicht" untersuchten auch in Deutschland eingesetzte Wahlcomputer der Firma Nedap. Das Fazit der Hacker: eine "grundsätzliche Nichteignung von Computersystemen für Wahlen". Gefordert wird das vollständiges Verbot von Wahlcomputern für Bundes-, Landtags- und Kommunalwahlen.
Lars Sobiraj am 27.05.2012, 22:12 Uhr
Schon bald geht die erste Folge der neuen Videointerview-Reihe digitalKULTUR.TV online. Unsere Welt wird immer mehr von Technik dominiert. Beherrschen wir sie aber in der gleichen Weise, wie sie unser Leben beeinflusst? Hier kommen Fachleute zu Wort, die alle Zusammenhänge leicht verständlich und prägnant auf den Punkt bringen.
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
Die amerikanische Fluglinie „American Airlines“ muss sich aktuell gegen Vorwürfe wehren, das Unternehmen benachteilige Kunden mit bestimmten moralischen Ansichten. Weil eine Passagierin auf ihrem T-Shirt den Spruch „If I wanted the government in my womb, I’d f*ck a senator“ trug, konnte sie nicht an Bord ihres Anschlussfliegers.
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 12:15 Uhr
Trotz der vielen Verrücktheiten der letzten 7 Tage wird es heute bei gulli.com leider keine Glosse geben. Vielleicht müssen wir uns noch -ähnlich wie der FC Bayern- aus der Schockstarre erholen, bevor wieder zu einem ironischen Wochenrückblick ausholen können. Gelegenheiten für Eigentore gab es nicht nur auf dem Rasen jede Menge.
Der US-Army-Analyst Bradley Manning wird verdächtigt, zahlreiche Geheimdokumente der USA - darunter "Collateral Murder", "Iraq War Logs" und "Cablegate" - kopiert und an die Whistleblowing-Website WikiLeaks weitergegeben zu haben. Rund um den Fall werden zahlreiche kontroverse Diskussionen geführt. Diese betreffen beispielsweise das Gesetz "Espionage Act", die Umstände von Mannings Entdeckung, eine mögliche und von der US-Regierung behauptete enge Kooperation mit WikiLeaks-Sprecher Julian Assange und die Manning zugemuteten Haftbedingungen.