
News Redaktion am 18.05.2008, 13:22 Uhr - 1 Reaktionen im gulli:Board
Die Datenschützer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung kritsierten in einem Grußwort an den 111. deutschen Ärztetag die Regierungspläne zur elektronischen Gesundheitskarte und forderten die Delegierten auf, sich für die Persönlichkeitsrechte der Patienten einzusetzen.
News Redaktion am 11.03.2008, 12:10 Uhr - 3 Reaktionen im gulli:Board
Felix Freiling ist Inhaber des Lehrstuhls für Praktische Informatik 1 an der Uni Mannheim und hält eGovernment für ein Großprojekt mit mannigfaltigen, unterschätzten gefahren sowie zweifelhaften Potentialen. Bürgernähe und Transparenz würden gern herausgestellt, faktisch seien die Risiken nicht absehbar. Großprojekte wie die LKW-Maut zeigen, dass die riesigen zentralen Datenspeicher technisch kaum beherrschbar seien und vor allem wegen ihrem Exportpotential gefördert werden - nicht, weil damit alles besser, sicherer und transparenter würde. Dasselbe gilt für Vorhaben wie die elektronische Gesundheitskarte oder die zentrale Steuerdatei.
News Redaktion am 15.01.2008, 12:40 Uhr - 5 Reaktionen im gulli:Board
Was ist passiert, wenn Menschen ihre Versicherung gekündigt wird und sie anschließend bei keinem Versicherungsunternehmen mehr einen Vertrag bekommen? Report München berichtete am 7. Januar 2008, wie Menschen grundlos in schwarze Listen der Versicherer kommen. Solche Vorfälle finden bisher relativ vereinzelt statt, mit der zentralen Erfassung der Krankenakten via elektronischer Gesundheitskarte kann sich das ändern. Weshalb privatsphaere.org eine Umfrage zum Thema durchführt.
News Redaktion am 15.06.2007, 13:50 Uhr - 13 Reaktionen im gulli:Board
Diskutiert man mit Angehörigen der "Ich habe nichts zu verbergen"-Fraktion, ist das Argument der Gesundheits- und Krankenkassendaten ein oft erfolgreiches Argument. Abgetan wird es gerne mit dem Hinweis, dass an solche Daten ja nur befugte Personengruppen herankommen werden, nicht jedoch Arbeitgeber, Ermittler oder sonstige Gruppen. Und natürlich mache die zentrale, elektronische Speicherung alles besser und effizienter. Im Gegenteil, so Joachim Jakobs von der Free Software Foundation Europe. Arbeitgebern und Geheimdiensten könnten die Krankenakten der Bürger möglicherweise bald zur Verfügung stehen.
News Redaktion am 06.12.2006, 14:20 Uhr - 1 Reaktionen im gulli:Board
Dass Bedenken des Chaos Computer Club selten zum Umdenken in der Politik führen, ist spätestens seit dem Wahlmaschinendebakel in Cottbus traurige Wahrheit. Mitstreiter konnte der CCC jedoch im Fall der digitalen Gesundheitskarte gewinnen. Vom Club als teure, weitgehend sinnfreie Maßnahme betrachtet, schließt sich die Kassenärztliche Vereinigung Hessen sowie die deutsche Piratenpartei dieser Sichtweise an. Befürchtet wird die Schaffung des "gläsernen Patienten" für Politik und Krankenkassen.
Annika Kremer am 24.05.2012, 18:17 Uhr
Interessante Erkenntnisse zur E-Mail-Überwachung durch deutsche Geheimdienste erlaubt die nun veröffentlichte Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage einiger Linken-Abgeordneter, darunter Andrej Hunko, Jan Korte und Jan van Aken. So legt das Dokument nahe, die Behörden könnten unter Umständen auch PGP-verschlüsselte E-Mails lesen. Allerdings bleiben gleichzeitig viele Fragen offen.
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 12:15 Uhr
Trotz der vielen Verrücktheiten der letzten 7 Tage wird es heute bei gulli.com leider keine Glosse geben. Vielleicht müssen wir uns noch -ähnlich wie der FC Bayern- aus der Schockstarre erholen, bevor wieder zu einem ironischen Wochenrückblick ausholen können. Gelegenheiten für Eigentore gab es nicht nur auf dem Rasen jede Menge.
Der US-Army-Analyst Bradley Manning wird verdächtigt, zahlreiche Geheimdokumente der USA - darunter "Collateral Murder", "Iraq War Logs" und "Cablegate" - kopiert und an die Whistleblowing-Website WikiLeaks weitergegeben zu haben. Rund um den Fall werden zahlreiche kontroverse Diskussionen geführt. Diese betreffen beispielsweise das Gesetz "Espionage Act", die Umstände von Mannings Entdeckung, eine mögliche und von der US-Regierung behauptete enge Kooperation mit WikiLeaks-Sprecher Julian Assange und die Manning zugemuteten Haftbedingungen.