
News Redaktion am 06.12.2007, 17:03 Uhr - 84 Reaktionen im gulli:Board
Große Koalitionen scheinen einen unerklärlichen Drang zur Abschaffung von Datenschutz und Bürgerrechten zu verspüren. In Österreich wurde dem Parlament per Schnellschuss ein Abänderungsantrag zum neuen Sicherheitspolizeigesetz zur Abstimmung vorgelegt. Ohne richterliche Anordnung sollen bei "Gefahr im Verzug" demnach Polizisten IP-Adressen, Namen und Anschrift des Nutzers sowie Handy-Standortdaten ausgehändigt werden.
News Redaktion am 20.11.2007, 14:48 Uhr - 8 Reaktionen im gulli:Board
Letzten Endes ist es Sache der User, sich um die Sicherheit ihrer Mails zu kümmern, so der PGP-Erfinder Phil Zimmermann über die Datenherausgabe des Mailproviders Hushmail an US-Ermittler. Man dürfe Hushmail wegen der Aktion nicht verdammen, es sei selbstmörderisch, in so einem Fall anders zu handeln.
News Redaktion am 16.11.2007, 12:17 Uhr - 51 Reaktionen im gulli:Board
Neuer Tiefpunkt für die Redefreiheit in Deutschland. Wer Verständnis dafür äußert, dass eine verwirrte Person in der Aachener Arge eine Geiselnahme versuchte, wird der "Volksverhetzung, Verdachts der Belohnung und Billigung von Straftaten" verdächtigt. Die Staatsanwaltschaft Aachen ordnete nun die Datenherausgabe an: der Betreiber des Erwerbslosenforum Deutschland Userdaten herausrücken, damit ermittelt werden kann.
News Redaktion am 18.10.2007, 16:29 Uhr - 94 Reaktionen im gulli:Board
Im September fand in der ARGE Aachen eine Geiselnahme durch eine "offensichtlich gestörte Person" statt. Wer sich öffentlich darüber wundert, dass so etwas nicht schon viel früher passiert ist, steht unter dem Verdacht der Volksverhetzung - jedenfalls hat mit dieser Begründung der Staatsschutz Userdaten vom Erwerbslosen Forum angefordert. Die Betreiber bitten um Spenden, um mit rechtsanwaltlicher Unterstützung die Anfrage zurückzuweisen und die Meinungsfreiheit in ihrem Forum zu retten.
News Redaktion am 25.07.2007, 11:05 Uhr - 3 Reaktionen im gulli:Board
Das "Piratenparadies" Schweden soll ungemütlicher werden. Ein Gesetzesentwurf sieht die Herausgabe von Daten mutmaßlicher Filesharer an die Rechteinhaber vor. Bislang werden in Schweden Provider faktisch nie zu entsprechenden Auskünften gezwungen, da Copyrightverstöße nicht zu einem solchen Eingriff in den Datenschutz berechtigen.
News Redaktion am 18.07.2007, 14:54 Uhr - 16 Reaktionen im gulli:Board
Die Verbände der Musikindustrie fordern regelmäßig, Kundendaten von Tauschbörsennutzern auch ohne Strafanzeige direkt beim Provider anfordern zu können. Filesharer könnten so ohne Mithilfe von Strafermittlern oder Gerichten ermittelt und zivil verklagt werden. Auf EU-Ebene wird das offenbar kritisch betrachtet: an den EU-Gerichtshof ging eine Empfehlung, keine Datenherausgabe der Provider an die Industrie zu erlauben.
News Redaktion am 12.06.2007, 12:01 Uhr - 22 Reaktionen im gulli:Board
In Deutschland und den USA ist es gang und gäbe, in anderen europäischen Ländern ebenso, und nun reiht sich auch Irland in die Liste der Nationen ein, in denen ISPs gezwungen werden, Filesharerdaten herauszugeben. Der irische Verband der Musikindustrie IRMA hatte Erfolg vor dem irischen High Court - zugegeben, bei Usern mit wirklich beachtlich großen Shared Foldern.
News Redaktion am 01.09.2006, 10:52 Uhr - Kommentieren im gulli:Board
Einen Durchbruch stelle die Anordnung eines niederländischen Gerichts dar, Daten von mutmaßlichen Filesharern herauszugeben. Die Piraterieverfolger der niederländischen BREIN feiern einen Durchbruch, UPC berief sich bei seiner Weigerung auf den Datenschutz seiner Kunden.
News Redaktion am 18.05.2006, 19:34 Uhr - 154 Reaktionen im gulli:Board
Beliebtes Tool auf zahlreichen Download-Seiten: Antileech. Der Dienst des schwedischen Anbieters Wakenet erlaubt das Verbergen von Downloadlinks und die Steuerung des entstehenden Traffics. Die Nutzung für rechtlich zweifelhafte Downloads ist jedoch nicht ohne Risiko: Verbindungsdaten werden offenbar für mindestens einen Monat gespeichert und gegebenenfalls auch an Ermittler herausgegeben. Nutzern der im letzten Jahr geschlossenen Seite Bockwurst drohen möglicherweise Verfahren.
News Redaktion am 02.03.2006, 14:37 Uhr - 12 Reaktionen im gulli:Board
Yahoo kooperiert bereitwillig weiter
Annika Kremer am 24.05.2012, 18:17 Uhr
Interessante Erkenntnisse zur E-Mail-Überwachung durch deutsche Geheimdienste erlaubt die nun veröffentlichte Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage einiger Linken-Abgeordneter, darunter Andrej Hunko, Jan Korte und Jan van Aken. So legt das Dokument nahe, die Behörden könnten unter Umständen auch PGP-verschlüsselte E-Mails lesen. Allerdings bleiben gleichzeitig viele Fragen offen.
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 12:15 Uhr
Trotz der vielen Verrücktheiten der letzten 7 Tage wird es heute bei gulli.com leider keine Glosse geben. Vielleicht müssen wir uns noch -ähnlich wie der FC Bayern- aus der Schockstarre erholen, bevor wieder zu einem ironischen Wochenrückblick ausholen können. Gelegenheiten für Eigentore gab es nicht nur auf dem Rasen jede Menge.
Der US-Army-Analyst Bradley Manning wird verdächtigt, zahlreiche Geheimdokumente der USA - darunter "Collateral Murder", "Iraq War Logs" und "Cablegate" - kopiert und an die Whistleblowing-Website WikiLeaks weitergegeben zu haben. Rund um den Fall werden zahlreiche kontroverse Diskussionen geführt. Diese betreffen beispielsweise das Gesetz "Espionage Act", die Umstände von Mannings Entdeckung, eine mögliche und von der US-Regierung behauptete enge Kooperation mit WikiLeaks-Sprecher Julian Assange und die Manning zugemuteten Haftbedingungen.