
Lars Sobiraj am 11.05.2010, 09:24 Uhr - 34 Reaktionen im gulli:Board
Kann man als unbekannter Autor ein Buch vermarkten, indem man es als PDF verschenkt und gleichzeitig zu Spenden aufruft? Im Fall von Klaus Kessler hat das Prinzip bisher versagt. "Der Wolf von Lehanoor" hat ihm in den vergangenen Wochen keinen einzigen Cent eingebracht.
News Redaktion am 31.03.2008, 18:26 Uhr - 73 Reaktionen im gulli:Board
Die "Society of Authors" kündigte heute in der Times Online an, man müsse dringend radikale Methoden finden, um die Buchautoren für ihre erlittenen Verluste zu entschädigen. Die Online-Piraterie wird die Autoren letztendlich dazu zwingen, aufzuhören zu schreiben. Die Organisation, die diese düstere Zukunftsvision aufbrachte, repräsentiert in Großbritannien über 8.500 professionelle Autoren. Die Vereinigung orakelt, wenn so viele Bücher wie bisher kostenlos im Netz verfügbar seien, werden die Autoren über kurz oder lang dazu gezwungen sein, ihre Tätigkeit komplett einzustellen.
News Redaktion am 12.02.2008, 15:52 Uhr - Kommentieren im gulli:Board
Ein wenig in die Fußstapfen des TOR-Verlags tritt der renommierte HarperCollins-Verlag, welcher in Kürze auf seiner Website eBooks anbieten will. Das Ziel: Steigerung der Buchverkäufe. Dazu werden die Titel - anders als bei TOR - nicht gemailt oder zum Download angeboten, aber man kann "im Volltext blättern" - wie eben auch in einer Buchhandlung. Einer der Autoren ist indessen schon weiter: Paulo Coelho führt ein Blog, in dem er auf "Piratenversionen" seiner eigenen Werke verweist.
News Redaktion am 25.01.2008, 14:20 Uhr - 10 Reaktionen im gulli:Board
Paulo Coelhos globales Engagement für mehr Toleranz und Vielfalt macht auch bei seinen eigenen Werken nicht Halt. Wie jetzt bekannt wurde, hat der brasilianische Bestsellerautor von 'Der Alchimist', 'Der Zahir', 'Die Hexe von Portobello' etc. bereits letzten Sommer eine eigene Website mit eDonkey2000-Links für diverse Übersetzungen seiner eigenen Bücher ins Netz gestellt. Weil er damit quasi zur Urheberrechtsverletzung einlädt, dürfte sein Verlag über diesen Schritt weniger glücklich sein. Er selbst aber hat die Werbewirkung der massenhaften Verbreitung über die Peer-to-Peer-Tauschbörsen der Welt erkannt.
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 12:15 Uhr
Trotz der vielen Verrücktheiten der letzten 7 Tage wird es heute bei gulli.com leider keine Glosse geben. Vielleicht müssen wir uns noch -ähnlich wie der FC Bayern- aus der Schockstarre erholen, bevor wieder zu einem ironischen Wochenrückblick ausholen können. Gelegenheiten für Eigentore gab es nicht nur auf dem Rasen jede Menge.
Der US-Army-Analyst Bradley Manning wird verdächtigt, zahlreiche Geheimdokumente der USA - darunter "Collateral Murder", "Iraq War Logs" und "Cablegate" - kopiert und an die Whistleblowing-Website WikiLeaks weitergegeben zu haben. Rund um den Fall werden zahlreiche kontroverse Diskussionen geführt. Diese betreffen beispielsweise das Gesetz "Espionage Act", die Umstände von Mannings Entdeckung, eine mögliche und von der US-Regierung behauptete enge Kooperation mit WikiLeaks-Sprecher Julian Assange und die Manning zugemuteten Haftbedingungen.